Hotel Telegraphenamt erhält nationalen Designpreis

Preisgekröntes Flair im Herzen Berlins: Das Hotel Telegraphenamt überzeugt als Verbindung von Alt und Neu.

heute 13:59 Uhr | 4 mal gelesen

Manchmal fragt man sich ja, ob alte Gemäuer überhaupt noch Platz für ein modernes Lebensgefühl haben – und dann stolpert man über das Berliner Hotel Telegraphenamt. Historische Kulisse trifft hier auf einen ziemlich ausgeklügelten Sinn für Design, der sich in fein abgestimmten Details genauso zeigt wie im großen Ganzen. Das Magazin Falstaff, das in Sachen Genuss, Reisen und Stil so gut wie jeden Trend mitnimmt, hat das Haus als bestes Designhotel Deutschlands ausgezeichnet. Irgendwie passt das, denn Berlin ist selten eindeutig – und das Telegraphenamt spinnt an dieser Vielschichtigkeit weiter, mit architektonischer Raffinesse, gut versteckten Hinweisen auf die eigene Geschichte und einer kulinarischen Handschrift (man muss eigentlich nur dem Sushi von Chef Ryota eine Chance geben). Die Freude ist natürlich groß – General Manager Johannes Mayr spricht für ein Team, das sich für eine Vision ins Zeug gelegt hat, in der Geschichte und Gegenwart nicht gegeneinander, sondern miteinander weben. Der Sprung zurück in die Vergangenheit lohnt den Blick: Von 1910 bis 1916 gebaut, war das alte Telegraphenamt mal eine Kommunikationszentrale von nationaler Tragweite. Bis 1992 flatterten hier Nachrichten ein, dann folgte, wie so oft in Berlin, eine Phase voller Ungewissheiten und Warteschleifen. Erste Pläne zur Neunutzung tauchten um die Jahrtausendwende auf, aber letztendlich dauerte es bis 2022, ehe das Gebäude als Hotel neuen Atem bekam. Heute: Zentrale Lage, 97 kreative Zimmer – oh, und noch was: Zwei Michelin Keys gab's obendrein.

Das Hotel Telegraphenamt beeindruckt mit einer Verbindung aus liebevoll restaurierter Historie und einem frischen, individuell geprägten Design-Stil, der nicht nur Gäste, sondern auch die Jury von Falstaff überzeugt hat. Gerade das Spannungsfeld zwischen Alt und Neu, aber auch die besondere Lage nahe der Museumsinsel lässt das Hotel aus der Berliner Hotellandschaft hervorstechen. In aktuellen Berichten wird auch immer wieder darauf verwiesen, wie gut das kulinarische Angebot – namentlich das japanische Fine Dining – inzwischen wahrgenommen wird; zudem wird das Telegraphenamt oft als Beispiel für gelungene Berliner Stadtentwicklung im Umgang mit denkmalgeschützten Bauten genannt. Weitere Recherche ergibt: Immer mehr Designhotels in Deutschland setzen auf die Aufwertung historischer Gebäude (Quelle: FAZ), es gibt ein wachsendes Interesse von internationalen Gästen an der Verbindung aus Geschichte und Modernität (Quelle: TheLocal.de), und innovative Gastronomiekonzepte sind maßgebend für Gästezufriedenheit bei Luxusunterkünften (Quelle: t3n.de).

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