Wer in Deutschland mit Karte zahlt, macht das meistens mit der girocard. Kein Wunder, bei über 8,3 Milliarden Transaktionen im Jahr 2025, immerhin nochmal fast fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Klar, ein bisschen skeptisch ist man manchmal, ob so eine Zahl in so kurzer Zeit erreicht wurde, aber jetzt sieht man sie fast überall: Bäckerei, Getränkeautomat oder sogar beim schnellen Imbiss auf dem Land. Faszinierend finde ich auch, dass die Akzeptanzstellen – also die Kartengeräte – um über elf Prozent zugelegt haben. Über 1,3 Millionen Kassen können girocard.
Der Trend geht ganz eindeutig zum kontaktlosen Bezahlen. 88,5 Prozent aller Zahlungen wurden einfach durchs kurze Vorhalten erledigt, wahlweise auch mit dem Handy oder einer Smartwatch. Irgendwie hat das in den letzten zwei Jahren spürbar an Fahrt aufgenommen, vielleicht, weil es so unfassbar bequem ist? Mir ist aufgefallen, dass ich selbst oft gar kein Bargeld mehr dabei habe.
Spannend: Die girocard ist nicht bloß irgendein Debitinstrument, sondern tatsächlich ein Stück Selbstbestimmung für das Land. Unabhängigkeit bei Bezahlvorgängen – gibt schon ein gutes Gefühl, sich nicht immer auf große US-Anbieter verlassen zu müssen. Mit 100 Millionen ausgegebenen Karten und steigender Akzeptanz sogar im Ausland wird klar: Das System ist fest verankert. Auch wenn die durchschnittliche Zahlsumme immer weiter sinkt – mittlerweile auf 37,25 Euro –, was zeigt, dass selbst Kleinkram bargeldlos bezahlt wird.
Ein kleines Gedankenexperiment zum Schluss: Vielleicht bedeutet die zunehmende Reichweite der girocard irgendwann auch, dass neue Innovationen in Sachen Zahlungsdienstleistungen aus Deutschland heraus entstehen und nicht mehr nur von außen aufs Land zurollen. Oder ist das zu optimistisch?
Die girocard hat ihre Führungsrolle in Deutschland im Jahr 2025 abermals verteidigt: Mit mehr als 8,3 Milliarden Transaktionen und 308 Milliarden Euro Jahresumsatz zementiert sie ihre Stellung als beliebtestes bargeldloses Zahlungsmittel. Der Ausbau der Akzeptanzstellen auf über 1,3 Millionen und der starke Trend zum kontaktlosen sowie digitalen Bezahlen – knapp 89 Prozent aller Vorgänge – reflektieren, wie selbstverständlich und allgegenwärtig das System inzwischen geworden ist. Zudem trägt die girocard maßgeblich zur digitalen Souveränität Deutschlands im Zahlungsverkehr bei, indem sie eine Alternative zu internationalen Lösungen bietet und so Resilienz sowie Unabhängigkeit stärkt. Nach aktuellen Berichten aus insb. der taz, dem Spiegel und der Süddeutschen Zeitung wird der Siegeszug der girocard auch mit den anhaltenden Diskussionen um Datenschutz, Kosten und Innovationsdruck begleitet. Viele Händler – auch aus ländlichen Regionen – setzen jetzt verstärkt auf die girocard, unabhängig von der Größe des Geschäfts, was den Zugang zu bargeldlosem Bezahlen weiter demokratisiert.