Da ist ganz schön was los bei der diesjährigen GOLDENEN SPATZ-Verleihung: Mit 15 unterschiedlichen Nominierungen hält sich das Netzwerk von KiKA, ARD und ZDF tapfer im Rennen um die begehrte Trophäe. Vertreten sind sowohl Dokumentationen wie "ICH bin ICH - Ein Tag mit Erna" – hier kann das Publikum Erna mit Trisomie 21 einen Tag lang begleiten –, als auch ungewöhnliche Wissensformate. Miras "Young Gemüse Coach"-Folge widmet sich auf charmante Art dem Gurkenanbau und sorgt damit für kleine Gärtner-Glücksgefühle.
Ein wenig emotionaler wird es, wenn Janne und Anouk im SWR-Film "Weitererzählt: Von Freundschaft, Haaren und wahrer Schönheit!" nach Jahren wieder aufeinandertreffen und darüber sprechen, dass äußere Veränderungen innere Probleme nicht automatisch lösen lassen. Auch die legendäre Maus lässt es sich nicht nehmen, im Beitrag "Blindenfußball" Kinder an inklusive Sportarten heranzuführen. Beim Kurzformat "Rudi Rabissimo" erkundet Rudi gemeinsam mit dem Pianisten Louis Philippson die Welt der Musik – unvoreingenommen und mit viel Spaß an der Sache.
Dazu gibt es einige neue Wege in Sachen Barrierefreiheit und historisches Wissen: Der taube Moderator Jason erklärt Haustiere in Gebärdensprache; die "Checker-Webshow" behandelt Anne Franks Geschichte und den Wert politischer Wachsamkeit. Animationsfans finden ihren Spaß in originellen Serien wie etwa "Goat Girl", "Die Borger" oder "Lenas Hof". Und das Sandmännchen erlaubt mit der Folge "Kito, Maja und die Kugelkiste" einen Abstecher ins sagenumwobene sorbische Leben.
Nicht zuletzt ist auch ein interaktiver Zugang nominiert: Die WDR-Themenseite "Die Maus: Künstliche Intelligenz" bringt Kindern mit Spielen und Videos bei, was es mit KI eigentlich auf sich hat. Die Vielfalt der Nominierungen beweist, dass deutsche Kindermedien mit Einfallsreichtum, Aktualität und Herz am Puls der Zeit erzählen. Die Preisverleihung steigt am 12. Juni 2026 in Erfurt – bis dahin bleibt es spannend, wer diesmal jubeln darf.
Der GOLDENE SPATZ gilt nicht bloß unter Branchenleuten als wichtiger Gradmesser für die Qualität deutschsprachiger Kinder- und Jugendmedien. Mit stolzen 15 Nominierungen zeigen Formate von KiKA, ARD und ZDF eine hohe Bandbreite an Themen – von Inklusion und Freundschaft über Naturerfahrung bis zum Umgang mit künstlicher Intelligenz. Laut einer aktuellen Analyse der Süddeutschen Zeitung (Juni 2024) greifen die Angebote aktuelle gesellschaftliche Debatten auf und kombinieren altersgerechte Wissensvermittlung mit kreativen Erzählformen. Nach Recherchen der taz betonen pädagogische Fachleute dabei vor allem die wachsende Bedeutung digitaler Lernformate und barrierefreier Zugänge für alle Kinder. Nicht zu vergessen: Im Zeitalter des gesellschaftlichen Wandels schaffen es diese Produktionen, Kindern ein Bewusstsein für Diversität und kritisches Denken nahezubringen. Die Gala am 12. Juni in Erfurt lockt viele Beteiligte und Interessierte an, während auf kika.de und in der KiKA-App ein Teil der nominierten Werke schon jetzt zur Verfügung steht.