Zürich – Ach ja, international vernetzen. Klingt immer effizient, bis man darauf angewiesen ist und den ungeschminkten Preis für Sichtbarkeit zahlt: Auf LinkedIn oder Xing summieren sich Jahresbeiträge für professionelle Tools mühelos auf mehrere Hundert Franken. Viele KMU nicken da nur müde ab, vielleicht auch mal resigniert: Entweder man zahlt – oder bleibt in der zweiten (digitalen) Reihe hängen. Der KMU Businesshub, ein neues Projekt mit Schweizer DNA, reißt dieses Spiel nun scheinbar komplett herum. Über 130.000 Firmenprofile, in 16 Jahren von diversen Plattformen zusammengetragen, werden jetzt für Schweizer Firmen geöffnet – und offenbar wirklich komplett gratis.
"Warum noch zahlen, wenn Businesskontakt, Recherche und Beratung kostenlos funktionieren?", will Mitgründer Roland Rupp wissen. Eigentlich eine rhetorische Frage. Während internationale Netzwerke Direktnachrichten, Suchen, Veröffentlichungen und selbst banale Kontaktanfragen an die nächste Bezahlschranke heften, öffnet der KMU Businesshub die Türen ohne Restriktionen: Unbegrenzte Direktnachrichten, Zugriff auf gespeicherte Firmen- und Branchendaten, eine KI-gestützte Beratung, Tools zur Geschäftsplanung, Pressearbeit und sogar die Organisation von Offerten und Bewertungen – all das soll für registrierte Unternehmen ab Januar 2026 zur Verfügung stehen.
Der große Unterschied? Hier sucht niemand einen Job, keiner bietet das jüngste Selbstoptimierungs-Webinar an und Recruiter-Spam bleibt draußen. "Wir sind kompromisslos B2B," sagt Rupp. Auf Deutsch: Wer ein Firmenprofil anfragt, spricht nie mit einer Privatperson, sondern gelangt direkt zu verifizierten Geschäftspartnern – ohne den üblichen Wirrwarr aus Hobby-Influencern, Coaches oder Montagssprüchen.
Die Vorteile für Nutzer aus der Schweiz sind dadurch einzigartig: Von Markteintritt bis Lead-Generierung – alles startet mit dem Klick auf den Link im Postfach, der Zugang ist für die rund 130.000 Firmen von Tag eins verfügbar. Und ja: Es gibt keinerlei Kosten. Wer mag, kann sofort Geschäftsanfragen stellen, mit Experten kommunizieren, Presseinfos versenden oder Tools für Geschäftsplanung und Marktvalidierung verwenden. Praktisch alles, was bisher viel Geld und Nerven gekostet hat. Persönlich frage ich mich dennoch: Wird sich dieser neue B2B-Pionier gegen die globalen Platzhirsche behaupten? Die kommende Zeit wird’s zeigen.
Der neue KMU Businesshub setzt sich zum Ziel, Schweizer Firmen eine kostenlose, leistungsfähige Alternative zu internationalen Business-Plattformen zu bieten – und legt so den Finger in eine offene Wunde vieler heimischer Unternehmer. Die Plattform versammelt zum Start etwa 130.000 verifizierte Schweizer Firmen, bietet kostenlose Funktionen wie Direktnachrichten, eine umfassende Firmendatenbank, KI-basierte Beratungsangebote, und eliminiert gleichzeitig unerwünschte Recruiting- oder Privatpersonen als Störfaktor. Erste Recherchen zeigen, dass das Interesse groß ist, allerdings bleibt abzuwarten, ob sich der Businesshub gegen etablierte internationale Plattformen durchsetzen kann, da viele Unternehmen weiterhin von der globalen Reichweite profitieren möchten.
Aktuelle Berichte aus anderen Medien: Die Digitalisierung der Schweizer Wirtschaft bleibt ein Brennpunkt, mit zahllosen neuen Werkzeugen, die kleinere Unternehmen dabei unterstützen sollen, Bürokratie und Kosten zu senken. Laut t3n.de steht besonders die Automatisierung von Standardprozessen bei Networking und Akquise hoch im Kurs – Plattformen wie der KMU Businesshub werden von Experten als spannende Chance, aber auch als Wagnis bewertet, da der Erfolg maßgeblich von der tatsächlichen Akzeptanz durch die Nutzer abhängt. Kritische Stimmen bei der NZZ oder FAZ heben hervor, dass trotz aller digitaler Umwälzungen beim Thema Vertrauen und echtes Netzwerken persönliche Beziehungen und Beständigkeit weiterhin das Zünglein an der Waage bleiben.