Grüne: Stromsteuer runter, Tankrabatt bleibt tabu

Katharina Dröge, Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, fordert eine rasche Absenkung der Stromsteuer – und erteilt Überlegungen zur Tankrabatt-Verlängerung eine deutliche Absage. Zu wenig sei bislang bei den Bürgern angekommen, meint sie.

heute 09:31 Uhr | 2 mal gelesen

Ein Koalitionsausschuss ohne Ergebnis – das ist schon irgendwie frustrierend, meint Dröge. Eine Senkung der Stromsteuer hätte zügig und unkompliziert umgesetzt werden können, sogar über Nacht. Doch offenbar fehlte der politische Mut oder der gemeinsame Nenner. Statt konsequent als Entlastung für Menschen mit kleinerem Geldbeutel voranzugehen, habe die Koalition versagt – Dröge spricht aus, was vermutlich viele leise denken. Noch ein Tankrabatt? Für sie, ein Holzweg. Das Geld landet bei den Mineralölkonzernen, nicht am Zapfhahn der Verbraucher. "Der Tankrabatt ist schon beim letzten Mal verpufft", sagt sie beinahe lakonisch, "und wird auch künftig nicht anders funktionieren." An Ideen mangelt es ihr nicht – Abwrackprämien für alte Heizungen, schlaue Anreize für günstigere Alternativen. Warum nicht die Gelegenheit beim Schopf packen und gezielt die Elektrifizierung finanziell anschieben? "Öl und Gas sind längst Luxusgüter geworden, warum also nicht Strom – sauberen Strom – zugänglicher machen?" Ihr Appell: lieber gezielte Innovation statt das x-te Placebo für die Autofahrer. Ganz ehrlich, manchmal lässt einen diese Koalitions-Logik ein bisschen ratlos zurück.

Die Grünen setzen sich weiterhin dafür ein, die Stromsteuer kurzfristig zu reduzieren, um angesichts hoher Energiepreise eine spürbare Entlastung für Verbraucher zu erreichen. Der Tankrabatt hingegen wird von Katharina Dröge kritisch gesehen – sie verweist darauf, dass die Maßnahme bislang kaum Nutzen für die Endkunden gebracht habe und vor allem Mineralölunternehmen profitierten. Besonders vor dem Hintergrund steigender Preise bei konventionellen Energieträgern plädieren die Grünen aktuell für finanzielle Anreize, etwa durch eine finanzierte Austauschprämie für alte Heizsysteme, um den Umstieg auf klimafreundlichere Technologien attraktiver zu machen. Neuere Stimmen innerhalb der Ampel-Koalition sprechen sich für ähnlich zielgenaue Entlastungsmaßnahmen aus, wobei nach wie vor Uneinigkeit über das genaue wie und wann herrscht. Laut aktuellen Berichten befürworten auch führende Wirtschaftsverbände und Verbraucherzentralen eine rasche Senkung der Stromsteuer, um Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz in Einklang zu bringen. Die Diskussion bleibt dynamisch, da neue Preissteigerungen am Strommarkt und politische Differenzen die Suche nach pragmatischen Lösungen beeinflussen.

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