Felix Banaszak, einer der beiden Spitzenleute der Grünen, ruft die Bevölkerung eindringlich dazu auf, sich am Wochenende aktiv – und friedlich – an Protesten gegen den AfD-Parteitag in Thüringen zu beteiligen. Er sieht sowohl Blockaden als auch andere gewaltfreie Aktionen als legitime Mittel, um ein klares Bild für die Demokratie zu schaffen und Zeichen gegen die Politik der AfD zu setzen. Die politische Debatte um die Methoden des Protests läuft heiß, da sowohl strafrechtliche, als auch gesellschaftliche Fragen – etwa die Abgrenzung zu radikalen Protestformen – diskutiert werden. Im Netz und bei Medien finden sich aktuell viele Berichte über die Protestbewegungen gegen die AfD, sowohl aus Sicht der Initiatoren als auch mit Stimmen der Polizei und Verwaltung in Thüringen. Hintergründe sind die erhöhte Anspannung nach den Europawahlen und die weiterhin vorhandene Gefahr rechtsextremer Tendenzen in diversen Landesteilen, was die Bedeutung der Gegenproteste verstärkt. Gerade in ländlichen Regionen beobachten Experten eine zunehmende Politisierung und Engagement-Bereitschaft von Bürgerinitiativen, die sich gegen die AfD und ihre Inhalte wenden.