Shell hat – so viel ist klar – ehrgeizige Pläne: Bis 2050 will der Energiekonzern weltweit CO2-neutral wirtschaften. Die jüngsten Investitionen im Energy and Chemicals Park Rheinland stehen sinnbildlich für diesen Wandel. Jens Müller-Belau, Energy Transition Manager bei Shell Deutschland, unterstreicht, dass solche Megaprojekte nur dann gelingen können, wenn nicht nur Technik, sondern auch Wirtschaftlichkeit stimmen. Mehr Wert, weniger Emissionen – das ist grob gesagt die Marschrichtung.
Nordrhein-Westfalen setzt Zeichen für Industrie und Klima
Paul Höller, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium, sieht im neuen Elektrolyseur einen spürbaren Fortschritt Richtung Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit für die Chemiebranche vor Ort. NRW profiliert sich als Hotspot für eine grüne Wasserstoffwirtschaft und bietet – so Höllers Einschätzung – ideale Bedingungen, um Arbeitsplätze wie auch Wertschöpfung zu sichern. Für die regionale Industrie ist das ein Hoffnungsschimmer und ein klares Signal, dass hier Zukunft gestaltet wird.
Auch Jan-Peter Groot Wassink, Standortchef von Shell Rheinland, hebt hervor, dass sich die neue Anlage optimal in den bestehenden Betrieb einpasst. Schritt für Schritt – so das Mantra – solle klimafreundlicher produziert werden. Schon jetzt liefert Shell mit seiner seit 2021 laufenden Pilotanlage REFHYNE 1 (10 MW) und dem neuen Groß-Elektrolyseur etwa zehn Prozent des benötigten Wasserstoffs für die hauseigenen Prozesse.
Beide Anlagen arbeiten übrigens auf Basis der Polymer-Elektrolyt-Membran-Technologie (PEM), die erneuerbaren Strom zu Wasserstoff wandelt – und das am liebsten dann, wenn der Ökostrom im Netz nur so sprudelt.
Zwischen Risiko, Vision und Realität
Natürlich bleibt ein Restrisiko. Shell weist in seinen Berichten immer wieder darauf hin, dass Prognosen auch mal schiefgehen können – der Energiemarkt ist launisch, und politische Eingriffe oder Naturkatastrophen machen Pläne zuweilen zunichte. Aber: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
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Shell baut sein Engagement für grünen Wasserstoff am Standort Wesseling weiter aus. Die 100-MW-Elektrolyseanlage, die ab 2027 in Betrieb gehen soll, steht für den Wandel der klassischen Raffinerie zur CO2-armen Produktionsstätte. NRW profiliert sich als Vorreiterregion für die Transformation der Industrie – und Shell geht mit beachtlichem Investment voran. Während das Unternehmen seine Emissionsziele ehrgeizig verfolgt, bleibt angesichts politischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten eine gewisse Skepsis – die aber der Dynamik keinen Abbruch tut.NEU: Zuletzt wurden die strategischen Pläne durch eine angekündigte Kooperation mit lokalen Energieunternehmen gestützt, um stabile Versorgungsketten für Erneuerbare und Wasserstoff aufzubauen. Laut aktuellen Berichten fördert die Bundesregierung die Vernetzung von Wasserstoffprojekten in NRW zunehmend, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. Im europäischen Kontext wurden jüngst erste Testläufe für grenzüberschreitende Wasserstoffpipelines gestartet, die auch Shells Liefersicherheit verbessern könnten.