Helga Schmid, die in Deutschland als ausgewiesene Nahost-Kennerin gilt, hat sich in ungewohnt klaren Worten zu den jüngsten diplomatischen Schritten der USA unter Donald Trump geäußert: „Kann sein, dass es manchen nicht gefällt, aber der 20-Punkte-Plan hat den Spieß tatsächlich umgedreht.“ Sie betonte gegenüber dem 'Spiegel', dass die Rückkehr der letzten Geiseln nach Israel und eine zumindest vorübergehende Minderung des Leids in Gaza zentrale Errungenschaften seien, die man anerkennen müsse, auch wenn es paradox klinge. Gleichzeitig verwies sie auf die Schattenseiten: Viele Konfliktlinien bestünden weiter, der erhoffte ‚große Wurf‘ zum Nahostfrieden sei nicht in Sicht.
Überhaupt, so Schmid, brauche es oft mehr als bloß Applaus für schlagkräftiges Auftreten – für nachhaltigen Frieden seien trotzdem zähe, diskrete Verhandlungen hinter verschlossenen Türen genauso nötig wie Öffentlichkeit. Bedenkenswert: Nur, weil sich Druck kurzfristig auszahlt, ist die Basis für Frieden noch nicht gelegt; eine diplomatische Blaupause gibt es nach wie vor nicht. Im Übrigen bleibt bei solchen Aussagen immer ein Restzweifel, ob nicht doch zu viel auf militärischer Präsenz basiert, und zu wenig auf Kompromissbereitschaft?
Als Chefin der Middle East Consultation Group bei der Münchner Sicherheitskonferenz kündigte Schmid an, dass ihre multiperspektivische Expertenrunde aus israelischen, palästinensischen sowie arabischen Mitgliedern ein eigenes Papier mit Vorschlägen für die Nahostzukunft im Februar 2026 vorlegen wird. Wer hätte gedacht, dass aus dem eigentlich so routinierten Diplomatensprech plötzlich ein Anflug von Hoffnung blitzt? Aber wie so oft: Skepsis mischt sich unter die Zuversicht.
Helga Schmid, eine der wichtigsten deutschen Stimmen in der Nahostdiplomatie, äußerte sich differenziert zu Trumps Nahostpolitik. Sie lobte die Effizienz und den unmittelbaren Erfolg des 20-Punkte-Plans, warnte jedoch vor überzogenen Erwartungen an dessen Wirkung: Der Weg zu einem echten, dauerhaften Frieden sei weit und hänge maßgeblich von weiterer internationaler Unterstützung und geheimen Dialogen ab. Schmid baut durch ihre Leitung der Middle East Consultation Group weiterhin Brücken zwischen Akteuren aus allen relevanten Interessengruppen.
Neuere Berichte aus seriösen journalistischen Quellen bestätigen, dass die neuesten diplomatischen Bemühungen im Nahen Osten zunehmend multipolare Ansätze verlangen. Laut Süddeutscher Zeitung führt die anhaltende Unsicherheit in Gaza weiterhin zu massiven humanitären Herausforderungen; ein langfristiger, tragfähiger Friedensprozess ist bislang nicht in Sicht (Quelle: https://www.sueddeutsche.de). Die ZEIT berichtet von wachsenden Differenzen innerhalb der israelischen Regierung hinsichtlich einer Strategie gegenüber der Hamas, was die Dynamik weiterer Verhandlungen beeinflussen könnte (Quelle: https://www.zeit.de). Auf DW.com wird darauf hingewiesen, dass internationale Vermittlung sowohl auf offizieller als auch informeller Ebene weiterhin essenziell bleibt, um eine Eskalation der Gewalt zu verhindern (Quelle: https://www.dw.com).