Manchmal kippt ein Fußballspiel abrupt – so auch an diesem Nachmittag: Eigentlich hatte Mainz 05 sowieso schon einen schweren Stand gegen Freiburg, doch als Paul Nebel nach einem harten Einsteigen Rot sah (28.), war die Partie quasi entschieden. Rückblickend fühlt sich das erste Freiburger Tor von Kübler fast wie ein Weckruf an, begleitet von Grifos elegantem Nachlegen. Nach der Pause bauten Manzambi und Osterhage sehenswert aus, während bei Mainz offensiv kaum noch etwas lief – Ideen, Durchschlagskraft, alles wie weggeblasen. Stattdessen drückten die Breisgauer weiter, als wollten sie gar nicht aufhören, die Oberhand zu behalten. Ehrlich, mit ein bisschen mehr Nachsicht hätte man den Mainzer Fans diese Demütigung fast ersparen wollen. Aber so läuft das im Sport: Wer taumelt, dem wird oft noch ein Schubs gegeben.
Freiburg hat mit dem 4:0 gegen Mainz 05 nicht nur Selbstbewusstsein getankt, sondern auch die Krise des Gegners weiter verschärft. Mainz steht mittlerweile bei acht sieglosen Bundesliga-Spielen am Stück – die Luft auf dem letzten Tabellenplatz wird spürbar dünner. Freiburg hingegen schafft den Sprung ins obere Tabellendrittel, wobei gerade Grifo und Kübler entscheidende Impulse gaben. In anderen Presseberichten wird betont, wie schwer die Situation für Mainz 05 inzwischen ist: Trainerwechsel, Unsicherheiten im Team sowie die zunehmende Abstiegsangst prägen das Gesamtbild. Freiburg dagegen punktet mit einer stabilen Defensive und konsequent genutzten Torchancen. Interessant ist, dass Experten gerade die fehlende Moral bei Mainz sowie die taktische Disziplin der Freiburger hervorheben.