Einmal virtuell tief eintauchen
Was ist faszinierender, als den eigenen Körper zu entdecken – und zwar Schicht für Schicht, ganz ohne Operationssaal? Genau das macht der Anatomietisch möglich: Hier bewegen Besucherinnen und Besucher virtuelle Organe, Muskeln und Blutgefäße per Touch. Man kann die menschliche Anatomie wortwörtlich auseinandernehmen und wieder zusammensetzen, fast wie beim Puzzlespiel – bloß viel beeindruckender, ehrlich gesagt.
Ultraschall trifft Alltag
Wie kann man Muskelarbeit beobachten, während sie geschieht? Die Station "EZUS – Echtzeit-Ultraschall in der Physiotherapie" (empfohlen ab 14) zeigt überraschend, dass Diagnostik mittlerweile live auf dem Bildschirm stattfindet. Muskelstränge tanzen unterm Sensor, Therapien werden durch das Sichtbarmachen nachvollziehbarer und objektiver – die Besucher:innen können sich sogar selbst untersuchen lassen.
Wenn Pflanzen zum Leuchten kommen
Klingt wie Zauberei, ist aber Biologie: Die Mitmachstation zur Biolumineszenz entführt, besonders anschaulich erklärt (schon ab 6 Jahren), in eine Welt, in der Krebse, Algen – aber auch Kastanienzweige – zu schimmernden Lampen werden. Hier erleben Kinder und Erwachsene, wie Stoffe in Zellen Licht erzeugen, wo uns selbst im Alltag Biolumineszenz begegnen könnte und warum Forscher unbedingt mehr darüber wissen wollen. Und ganz ehrlich: Selbst kleine Kinder schauen bei echten Leuchtwundern selten so gebannt zu.
Neugier zahlt sich aus
Rund um diese Highlights gibt es noch eine ganze Handvoll weiterer überraschender Stationen, die zum Anpacken, Tüfteln und Nachfragen einladen. Wer mehr wissen will, bekommt auf der Veranstaltungsseite vorab einen Überblick und kann schon mal seine Lieblingsexperimente aussuchen: www.langenachtderforschung.at/ausstellungsstandort/34
Zur Erinnerung: Diese Nacht des Forschens zählt zu den größten österreichischen Wissenschaftsevents, ist alle zwei Jahre öffentlich und kostenlos. Manchmal ergeben sich unerwartete Begegnungen zwischen Wissenschaft und Alltag – und wenn’s ein bisschen chaotisch oder wild zugeht, ist das nur ein Zeichen, dass da echte Forschung spürbar wird.
Die Lange Nacht der Forschung an der IMC Krems macht Wissenschaft für wirklich alle greifbar – von der Anatomie zum Anfassen bis zur mysteriösen Biolumineszenz. Besucher erleben am 24. April 2026, wie moderne Diagnostik und naturwissenschaftliche Phänomene erlebbar werden – zum Ansehen, Selbermachen und Nachfragen. Das Event ist kostenfrei, offen für jede Altersgruppe und ein regelmäßiges Highlight in der österreichischen Forschungskommunikation. Ergänzt um aktuelle Entwicklungen: In Österreich und Europa wächst der Trend, Wissenschaft außerhalb von Elfenbeintürmen in den Alltag der Menschen zu bringen, etwa durch Citizen-Science-Projekte und regionale Forschungstage. Neue Präsentationsformen – ob Virtual Reality, Mitmach-Experimente oder dialogorientierte Formate – stehen dabei hoch im Kurs und werden in Initiativen wie der Langen Nacht der Forschung konsequent ausgebaut. Laut aktuellen Berichten haben sich die Besucherzahlen und die Anzahl der beteiligten Forschungsprojekte in den letzten Jahren stetig erhöht, was zeigt, dass das öffentliche Interesse für Wissenschaft bleibt, ja sogar weiter steigt.