Immobilienpreise in Deutschland 2025: Überraschende Dynamik auf dem Markt

2025 steigen die Immobilienpreise in Deutschland weiter – aber nicht überall gleich und mit einigen spannenden Nuancen.

heute 09:52 Uhr | 2 mal gelesen

Interessanterweise waren es vor allem die Bestandsimmobilien, deren Preise Ende des Jahres nochmal nachgelegt haben. Wenn man das ganze Jahr unter die Lupe nimmt, zeigt sich aber: Auch für neue Häuser und Wohnungen muss man tiefer in die Tasche greifen – jedenfalls, wenn man dem frisch veröffentlichten Immobilienpreisindex von Empirica Regio glauben mag, über den jüngst das 'Handelsblatt' berichtete. Durchschnittlich zahlte man im vierten Quartal für eine ältere Eigentumswohnung rund 3.200 Euro je Quadratmeter, während eine neugebaute um die 5.164 Euro lag. Besonders bunt treibt es, wenig überraschend, München. Dort ruft der Markt für einen Quadratmeter Neubau satte 11.124 Euro auf. Allerdings: In den teuersten Lagen, darunter eben München, sind die Preise gegenüber dem Vorjahr zum Teil kräftig gefallen – das ist irgendwie fast ironisch, oder? Tobias Just, Immobilienprof von der Uni Regensburg, merkt dazu an, die stärksten Preissprünge gibt’s eher da, wo es bisher günstiger war. Paradebeispiel Jena: Hier sind die Hauspreise um 95 Prozent gesprungen – klingt heftig, wobei ein paar besonders teure Verkäufe diesen Anstieg auch verzerren können. Bei Empirica Regio wurden übrigens sämtliche Kauf- und Mietpreise aus allen deutschen Landkreisen und Städten einbezogen. Die Basis: eine beeindruckend breite Datenlage von Value AG, gestützt auf über 100 Internet-Portale wie Immoscout24, Immowelt oder Immonet. Irgendwie faszinierend, wie viele Aspekte und regionale Unterschiede da zusammenkommen. Und ein wenig bleibt das Gefühl, dass sich der deutsche Immobilienmarkt in seinen Eigenarten einfach nicht zähmen lässt.

Die Immobilienpreise in Deutschland sind 2025 erneut gestiegen, was sowohl Bestandsimmobilien als auch Neubauten betrifft. Besonders auffällig ist, dass während die Preise in teuren Städten wie München tendenziell fallen, gerade in günstigeren Regionen starke Preisanstiege zu verzeichnen sind – laut Experten nicht selten durch Einzelsales beeinflusst. Laut GfK-Analysen und aktuellen Berichten aus der taz und der Süddeutschen sind weitere Faktoren im Spiel: gestiegene Finanzierungskosten durch höhere Hypothekenzinsen, eine sinkende neue Bautätigkeit, eine deutlich erhöhte Nachfrage für energetisch sanierte Immobilien sowie regionale Abweichungen, etwa in Großraum Jena oder Leipzig (Quelle: [taz](https://taz.de), [sueddeutsche.de](https://www.sueddeutsche.de)). Die Debatten um die Zukunft der Immobilienpreise erhalten zudem neue Nahrung durch politische Vorschläge zu Mietendeckeln, die wiederum Unsicherheiten schaffen, und durch die Diskussionen um Wohnraumknappheit in Metropolen. Auch die Baubranche leidet unter gestörten Lieferketten und Personalmangel, was das Angebot weiter verknappt und die Preise stützt.

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