Die statistische Behörde der USA gab am Dienstag bekannt, dass die Inflation zum Jahresende keine großen Sprünge machte. Konkret verteuerten sich die Konsumgüter im Dezember gegenüber November moderat um 0,3 Prozent. Wer einen näheren Blick auf die sogenannte Kerninflationsrate wirft – die bekanntlich Energie und Lebensmittel außen vor lässt, vielleicht auch weil diese Preise besonders schwanken – findet eine unveränderte 2,6 Prozent im Vergleich zum November. Energiepreise zogen im Jahresvergleich allerdings nur noch um 2,3 Prozent an, was nach den vorherigen 4,2 Prozent eine Delle markiert. Nahrungsmittel kosteten im Jahresvergleich 3,1 Prozent mehr als im Vorjahr, und das, obwohl es im November 'nur' 2,6 Prozent waren. Die Anlegerwelt verfolgt solche Daten üblicherweise sehr aufmerksam, schließlich hängen Notenbankentscheidungen – insbesondere der Fed – maßgeblich davon ab. Zinserhöhungen machen Aktien und Immobilien tendenziell unattraktiver, weil dann zum Beispiel das klassische Sparkonto plötzlich wieder mehr Aufmerksamkeit verdient. Aber wie das mit der Wirtschaft nun mal so ist: Alles hängt irgendwie zusammen, und manchmal reiben sich die Experten dann die Köpfe – wird die Fed reagieren oder bleibt alles beim Alten?
Die Inflationsentwicklung in den USA verlief zum Jahresende 2023 ruhiger als in manchen früheren Monaten. Wichtige Treiber wie Energie und Lebensmittel zeigten abweichende Tendenzen: Während die Energiepreise im Vergleich zum Vormonat abgebremst wurden, zogen die Nahrungsmittelpreise stärker an. Insgesamt bereitet das moderate Preiswachstum der US-Notenbank ein Dilemma – Zinssenkungen werden ebenso erwogen wie ein vorerst unveränderter Kurs, insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden weltwirtschaftlichen Unsicherheiten, etwa durch Konflikte oder Lieferkettenprobleme. Jüngste Recherchen zeigen zudem, dass die Debatte in den USA darüber anhält, ob die bislang verhältnismäßig stabile Inflation andauert oder ob Rückschläge – beispielsweise durch geopolitische Spannungen oder Arbeitsmarktschwankungen – zu erwarten sind. Auch Verbraucher spüren den Nachhall – denn manche Preise bleiben auf hohem Niveau, auch wenn die Gesamtinflation scheinbar stabil ist.