Inflation in Deutschland 2025: Teuerung verlangsamt sich auf 2,2 Prozent

Im Jahr 2025 lagen die deutschen Verbraucherpreise im Schnitt um 2,2 Prozent höher als 2024 – ein Zeichen für ausgebremsten Inflationsdruck und erste Entspannung im Geldbeutel.

heute 08:14 Uhr | 2 mal gelesen

Mal ganz ehrlich: Dass sich die Preise in Deutschland einpendeln, ist eine beinahe ungewohnte Meldung. 2025 schlossen wir das Jahr mit einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2,2 Prozent ab – exakt dasselbe Niveau, das wir schon 2024 gesehen haben. Für Leute wie mich, die sich noch gut an die Preissprünge der letzten Jahre erinnern (2011 hätte das niemand geglaubt), klingt das wie eine Pause nach dem Marathon. Ruth Brand vom Statistischen Bundesamt formulierte es zwar technokratisch, aber ich übersetze es mal: Die Inflationswellen haben sich geglättet, zumindest vorübergehend. Kurz zurückgeblickt: 2023 lag die Teuerung noch bei 5,9 Prozent, 2022 sogar bei 6,9; das tat weh. Jetzt ist nicht alles eitel Sonnenschein: Die sogenannte Kerninflation, also ohne Energie und Nahrungsmittel, betrug 2025 noch 2,8 Prozent – etwas weniger als 2024 (3,0 Prozent), aber spürbar über der Gesamtinflation. Besonders Dienstleistungen gingen ordentlich nach oben (+3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Kombinierte Fahrten (Bus, Bahn usw., +11,4 Prozent), Betreuung in sozialen Einrichtungen (+8,7 Prozent) und so manche Versicherung wurden für viele Haushalte merklich teurer. Selbst Arztbesuche (+6,7 Prozent) oder eine simple Autoreparatur (+5,5 Prozent) musste man sich gut überlegen. Nicht alles wurde teurer. Waren im Schnitt nur um 1,0 Prozent – dank billigerer Energie (-2,4 Prozent, speziell Heizöl und Strom). Kurios: Während Schokofans tief in die Tasche greifen mussten (Süßwaren +5,9 Prozent, Schokolade allein +18,9 Prozent), gab’s Butter deutlich günstiger (-31,7 Prozent!). Und Energie? Was für eine Überraschung, dass Haushaltsstrom oder Sprit runterging, während Holzpellets teurer wurden. Wenn man Nahrungsmittel und Energie rausrechnet, wäre die Inflation sogar bei 2,6 Prozent gelandet. Zum Jahresende wurde übrigens nochmal gebremst: Im Dezember 2025 lag die Inflationsrate nur noch bei 1,8 Prozent zum Vorjahresmonat – erstmals unter zwei Prozent im Jahr. Energie verbilligte sich im Monatsvergleich, Nahrungsmittel verteuerten sich kaum. Aber einzelne Posten, wie internationale Flüge, schossen saisonal durchs Dach (+24 Prozent). Es kaschiert auch nicht, dass einige Alltagskosten – etwa Mieten, Mobilität, Gesundheit – weiterhin schneller steigen als alles andere.

Die Verbraucherpreisinflation in Deutschland hat sich 2025 deutlich beruhigt und liegt mit 2,2 Prozent auf Vorjahresniveau, nachdem sie in den Jahren zuvor massiv gestiegen war. Insbesondere Dienstleistungen blieben Preistreiber, während Energiepreise und viele Waren die Gesamtrate spürbar dämpften – allerdings gibt es teils extreme Verschiebungen innerhalb der Warengruppen, etwa günstige Butter versus teurere Süßwaren. Laut aktuellen Berichten (z.B. von der FAZ und Süddeutschen Zeitung) zeichnet sich ein anhaltender Trend zu stabileren Preisen ab, wobei die europäische Zentralbank ihre Zinspolitik weiter im Blick behält, um die Inflation mittelfristig auf Kurs zu halten. Die gerade erschienenen Inflationszahlen zeigen auch, dass sich im EU-Vergleich Deutschland wieder näher am Durchschnitt bewegt, während die sozialen Auswirkungen für Haushalte mit niedrigem Einkommen teils weiterhin gravierend sind. Nach Informationen von DW und taz sorgen Preisschwankungen bei Lebensmitteln weiterhin für Unsicherheit, wobei Verbände eine Entlastung für Grundnahrungsmittel fordern. Insgesamt war 2025 für viele Deutsche eine spürbare, aber erträglichere Fortsetzung des Preisanstiegs – mit der Hoffnung auf weitere Entschleunigung.

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