SPD schiebt sich leicht nach oben – Skepsis gegenüber US-Eingreifen

Im neuesten Politbarometer des ZDF können die Sozialdemokraten einen kleinen Pluspunkt verzeichnen. Angenommen, an diesem Sonntag wäre Bundestagswahl, käme die SPD auf 15 Prozent und gewinnt damit im Vergleich zur Vorwoche ein Prozent hinzu.

heute 07:43 Uhr | 2 mal gelesen

Die Linke verliert einen Prozentpunkt und rutscht auf zehn Prozent ab. Alles andere bleibt: Union weiterhin stabil bei 26 Prozent und die AfD knapp dahinter, ohne Veränderung. Die Grünen verharren wie festgenagelt bei ihren zwölf Prozent, ebenso wie die sonstigen Parteien in Summe. Was ganz interessant ist – bei der Frage nach der amerikanischen Außenpolitik gibt es relativ wenig Verständnis: Über zwei Drittel der Befragten wünschen sich, dass Europa klar Stellung bezieht gegen US-Militärinterventionen mit wirtschaftlichem Motiv. Speziell beim Thema Iran allerdings zeigt sich die Meinung geteilt – jeweils 37 Prozent finden ein Eingreifen entweder gut oder schlecht. Daraus lässt sich wohl schließen, dass das Motiv 'Wirtschaftsinteressen' im konkreten Beispiel Iran eine weniger entscheidende Rolle für die persönliche Bewertung spielt. Und wie so oft: Einfache Antworten gibt’s selten.

Die aktuelle Umfrage zeigt: Die SPD kann ein wenig klimpern, während die Linke leicht Federn lässt. Union, AfD und Grüne treten auf der Stelle. Ein besonders prägnantes Ergebnis zeigt sich darin, wie kritisch viele Menschen in Deutschland die US-amerikanische Außenpolitik sehen – und sich eine selbstbewusstere EU wünschen, gerade wenn es um Eingriffe zum Machterhalt geht. Hinsichtlich des Irans sind die Ansichten uneinheitlich. Ergänzend: In den vergangenen 48 Stunden thematisierten deutschsprachige Medien verstärkt politische Dynamiken rund um die Europawahl, anhaltende Ungewissheiten bezüglich der Regierungsbildung auf Landes- und Bundesebene, und die Auswirkungen internationaler Konflikte auf deutsche Positionierungen. Besonders viele Kolumnen und Analysen drehen sich um die Erwartungshaltung der deutschen Bevölkerung gegenüber der EU-Außenpolitik und deren Verhältnis zu den USA, vor allem im Spannungsfeld zwischen Unterstützung und Kritik militärischer Interventionen.

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