Die Mietpreise für Einzelhandelsgeschäfte in den Innenstädten haben 2024 wieder deutlich angezogen, während sie zuvor jahrelang stagnierten. Besonders deutlich war diese Entwicklung in Städten wie München, Düsseldorf und Dortmund, wo die Mieten im Vergleich zum Vorjahr zweistellig zulegten. Die Studie des IW deckt zwar eine Erholung und ein neuerliches Wachstum im innerstädtischen Einzelhandel auf, warnt aber auch vor einer wachsenden Konzentration auf hochfrequentierte Top-Standorte – mit möglicherweise negativen Folgen für weniger prominente Lagen. Nach aktuellen Presseberichten beobachten Marktforscher, dass insbesondere größere Filialisten auf diese Premiumlagen drängen, während unabhängige Händler durch die steigenden Kosten tendenziell verdrängt werden. Neben der Verlagerung von Einkaufsströmen, beispielsweise durch das starke Onlinegeschäft, gibt es auch Stimmen, die auf städtebauliche Herausforderungen hinweisen: Steigende Mieten könnten zu weniger Vielfalt im Einzelhandel und zu einer weiter sinkenden Aufenthaltsqualität führen, da kleinere, individuelle Geschäfte verschwinden. Nach aktuellen Recherchen berichten Fachmagazine zudem davon, dass die Nach-Corona-Erholungsrally an den Einkaufsstraßen zu einer gewissen Überhitzung führen könnte – was wiederum in kommenden Jahren riskant werden könnte, falls wirtschaftliche Unsicherheiten zunehmen und die Konsumlaune einbricht.
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