Es gibt im Leben von Musiker:innen diese Momente, die alles auf den Kopf stellen. Für Jan Cmejla ist das ziemlich sicher der Januar 2026: Der gebürtige Prager – übrigens Jahrgang 2003 – wird vom SWR mit der Auszeichnung "Kultur New Talent" bedacht und bekommt für drei Jahre das Rundum-Paket aus medialer Bühne, Studioterminen und Auftrittsmöglichkeiten. Schwer zu sagen, was damals mehr zählte: der Sieg beim Internationalen Bach-Wettbewerb Leipzig – oder doch die kompromisslose Energie, die dem Jury-Mitglied Martin Roth später auffiel. 'Wer ihn gesehen hat, unterschätzt womöglich den Funken, der da überspringt – still, fast handzahm, aber dann...' Eine klassische Musikerkarriere sieht oft wie ein Sammelalbum aus: Santa Cecilia, Concours Epinal, Dvorák, Concertino Praga... und so weiter. Jan Cmejla hat all das schon abgehakt und noch reichlich Leben vor sich. Wer neugierig ist: Am 14. Januar 2026 öffnet sich bei 'Treffpunkt Klassik' im SWR seine musikalische Welt, und am 2. Februar folgt dann das Mittagskonzert mit Bach, Janácek, Skoumal – und vermutlich etwas von dem, was keine Partitur fassen kann. Am Rande: Pressebilder gibt es online, weiterführende Infos auch. Und wer den Musiker live erleben will – die Termine für Recitals, u.a. beim Ettlinger Schloss, stehen schon in den Büchern.
Jan Cmejla, geboren 2003 in Prag, entwickelt sich rasant zu einer zentralen Figur in der jungen Klassikwelt. Neben verschiedenen internationalen Preisen – etwa bei Santa Cecilia, dem Concours International de Piano d'Epinal und zuletzt dem Bach-Wettbewerb Leipzig, bei dem er sowohl den Hauptpreis als auch den Publikumspreis gewann – sticht vor allem seine außergewöhnlich expressive und technisch brillante Spielweise hervor. Die seit 2013 bestehende SWR-Förderung ehrt jährlich Ausnahmetalente aus dem klassischen Musikbereich und gilt als wichtige Sprungplattform in eine internationale Karriere. Cmejla studiert seit 2022 in Mannheim und hat in Interviews betont, dass ihm kreative Freiheit und das Erkunden neuer Repertoires wichtiger sind als bloße Wettbewerbsgewinne; seine Auswahl durch SWR Kultur könnte ihm dabei noch mehr experimentellen Raum bieten, vor allem durch exklusive Studioproduktionen und Konzerte. Laut aktuellen Medien (taz, FAZ, Zeit) diskutiert die Klassikszene gerade die Bedeutung solcher Förderungen für nachhaltigen künstlerischen Nachwuchs und die Herausforderungen, vor denen junge Pianistinnen und Pianisten in Zeiten zunehmender Digitalisierung und unsicherer Konzertlandschaften stehen.