Evelyn Palla, Vorstandschefin der Deutschen Bahn, dämpft die Erwartungen: Was von den internationalen Geschäftsbereichen noch abgestoßen werden könne, sorge kaum für klingelnde Kassen. Im Vergleich dazu hatte der Verkauf von DB Schenker mit über sieben Milliarden Euro Plus für einen sichtbaren Effekt gesorgt. Die zu verkaufenden Reste – etwa DB International Operations, aktiv in so unterschiedlichen Ländern wie Indien, Ägypten oder Uruguay – werden laut Palla kaum das Buchgeld aufstocken. Trotz alledem bleibt das Ziel bestehen, das Millionen-Minus aus 2025 zu reduzieren. Erste Etappe: Noch dieses Jahr soll der Konzern an die schwarze Null herankommen – und Palla gibt sich überzeugt, das schaffe man. Der Umbauplan sieht vor, jährlich eine halbe Milliarde Euro weniger auszugeben, indem zum Beispiel im Berliner Mutterhaus mindestens ein Drittel der Posten verschwindet. Auch im Güterbereich, DB Cargo, läuft der Personalabbau flotter als gedacht. Mit Effizienzsteigerung schielt man auf die verbliebene Belegschaft von 220.000 Menschen. Nun – ob das alles reicht, bleibt für mich offen. Wer schon einmal in einem Zug stand, der wieder einfach nicht fuhr, weiß: Zahlen sind das eine, Alltag das andere.
Die Deutsche Bahn setzt ihre Strategie fort, sich von internationalen Aktivitäten zu lösen, doch große Kapitalzuflüsse bleiben diesmal aus. Nach dem erfolgreichen Verkauf von DB Schenker fallen die zu veräußernden Einheiten wie DB International Operations – trotz globaler Präsenz – finanziell kaum ins Gewicht. Dennoch hält Bahnchefin Palla am Sanierungskurs fest: Weniger Miese, mehr Effizienz, weniger Jobs – und die Hoffnung, dass sich der riesige Apparat so besser steuern lässt. In aktuellen Medienberichten wird dies kritisch beleuchtet. Laut 'Spiegel' ist der Druck auf die Bahn, endlich profitabler zu werden, enorm; man spricht dort von einem 'Marathon der Restrukturierung'. Besonders der massive Personalabbau und die Herausforderungen bei DB Cargo sorgen für Unruhe, während gleichzeitig Verbesserungen im alltäglichen Bahnbetrieb von vielen Kundinnen und Kunden bislang kaum spürbar sind. Zudem wird angemerkt, dass die politischen Erwartungen an die Deutsche Bahn – wie etwa einen spürbaren Beitrag zur Verkehrswende – den Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und öffentlichem Auftrag besonders schwierig machen (Quelle: www.spiegel.de, www.zeit.de, www.faz.net, www.sueddeutsche.de, www.dw.com).