Parallel zur spannenden Begegnung zwischen den Favoriten Spanien und Uruguay ereignete sich in Gruppe H eine kleine Sensation: Kap Verde, dieser oft übersehene Inselstaat mit gerade mal 600.000 Einwohnern, steht nach einem torlosen, aber leidenschaftlich geführten Unentschieden gegen Saudi-Arabien erstmals in der K.-o.-Runde. Was für ein Moment für das Team, dessen Namen Fußballfans bislang eher selten in K.o.-Phasen gelesen haben. Im eigentlichen Duell Spanien gegen Uruguay war es Alex Baena, dessen Schuss in der 42. Minute nicht gerade als Traumtor in die WM-Geschichte eingeht, denn erst der Fehler von Uruguays Keeper Muslera drückte den Ball über die Linie.
Zuvor startete Spanien mit viel Tempo, presste hoch, aber ließ auch Chancen liegen – und plötzlich kippte das Momentum kurz vor der Pause etwas in Richtung Uruguay, als Nunez und Co. ihre ersten nennenswerten Szenen hatten. Richtig zwingend waren die Südamerikaner aber selten, trotz aller Bemühungen, auch nach der Pause, als sie aufs spanische Tor drückten. Spanien verteidigte heute, teils mit Glück, sehr clever und profitierte am Ende auch davon, dass Uruguay nach Canobbios Platzverweis mit nur zehn Mann weitermachen musste. Nun steht Spanien in Gruppe H an der Spitze, Kap Verde auf Rang zwei – Uruguay und Saudi-Arabien müssen nach Hause fahren. Die Partie mag nicht zu den spektakulärsten der WM gehören, aber für Kap Verde war dieser Abend zweifellos einer für die Geschichtsbücher.
Spanien sichert sich mit einem knappen 1:0-Erfolg gegen Uruguay das Weiterkommen in der Fußball-WM, wobei das entscheidende Tor von Alex Baena durch einen Patzer des uruguayischen Torwarts Muslera begünstigt wurde. Kap Verde sorgt derweil für eine faustdicke Überraschung – ein 0:0 gegen Saudi-Arabien genügt ihnen, um sich mit drei Unentschieden als Gruppenzweiter für das Achtelfinale zu qualifizieren – ein riesiger Erfolg für die kleine Inselnation, die erstmals in einer WM-K.o.-Runde steht. Die aktuelle Berichterstattung dreht sich auch um die zunehmende Durchmischung und Unvorhersehbarkeit des Turniers, in dem vermeintliche Außenseiter wie Kap Verde klassische Favoriten übertrumpfen und für neue Fußball-Geschichten sorgen. Recherchen der letzten 48 Stunden zeigen zudem, dass in Spanien Kritik an der fehlenden Durchschlagskraft der Offensive wächst, während in Kap Verde kollektiver Stolz und Euphorie herrschen. Einige Sportportale berichten über die hitzige Debatte rund um Torwartentscheidungen und die Bedeutung kleiner Nationalteams in einer globalisierten Fußballwelt.