Interne Unterlagen, auf die das Portal Business Insider Zugriff hatte, legen nahe, dass beim ADAC eine satte Beitragsanhebung unmittelbar bevorsteht. Zwar wollte sich der Club nicht auf Zahlen festlegen, doch eine Sprecherin gab zu Protokoll: 'Wir können uns nach sechs Jahren stabiler Beiträge dem anhaltenden Kostendruck nicht entziehen und überlegen daher, wie die Qualität unserer Leistungen für unsere vielen Mitglieder weiter garantiert werden kann.' Überraschend ist, dass besonders die Premium- und Familienmitgliedschaften deutlich stärker betroffen sein sollen – Leute mit großem Leistungspaket könnten bis zu 55 Euro mehr auf den Tisch legen müssen, so berichtet es zumindest Business Insider. Einzelne Basismitglieder zahlen laut den bislang kursierenden Plänen ab 2027 mindestens einen Zehner zusätzlich pro Jahr. Administratorisch soll die Entscheidung darüber übrigens auf der Hauptversammlung im Mai gefällt werden – noch ist also nichts endgültig beschlossen. Und um ehrlich zu sein: Angesichts steigender Lohn-, Energie- und Servicekosten hatte irgendwer eigentlich erwartet, dass der ADAC die Beiträge ewig einfriert?
Der ADAC, größter Automobilclub Europas, steht offenbar vor der ersten Beitragsanpassung seit 2018. Mit geplanten Zuschlägen von durchschnittlich 20 Prozent will der Verein weiterhin seine Dienstleistungen, Pannenhilfe und umfangreichen Mitgliederservice bieten, ohne an Qualität einzubüßen – gerade Familien und Premium-Mitglieder müssen jedoch mit besonders starken Erhöhungen rechnen. Über diese Entscheidung soll die Mitgliederversammlung im Mai 2024 befinden, betroffen wären die Mitglieder ab 2027. Im Zuge der Recherche fanden sich zudem Stimmen, die auf die sozialen Folgen hinweisen: Besonders ältere Menschen oder Haushalte mit niedrigem Einkommen könnten durch die Beitragserhöhung den Zugang zu den Leistungen des ADAC schwieriger finden. Weitere Hintergründe zeigen, dass steigende Kosten für Energie, Personal und Digitalisierung den Club finanziell unter Druck setzen, sodass diese Maßnahme für den Verein nahezu unausweichlich erscheint. Gleichzeitig wächst der Druck für den ADAC, zusätzliche digitale Services zu entwickeln und sich gegenüber jungen Zielgruppen attraktiver aufzustellen. (Stand: Juni 2024).