Krach rügt Wegners Umgang mit Berliner Stromkrise: Mehr Führungsstärke verlangt

Der SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach wirft Berlins Regierungschef Kai Wegner (CDU) vor, sich beim massiven Stromausfall nicht genug gezeigt und zu wenige Hilfen für Betroffene organisiert zu haben. Gerade in Ausnahmesituationen müsse ein Bürgermeister sichtbar und handlungsfähig sein, so Krach zum 'Spiegel'.

05.01.26 15:08 Uhr | 22 mal gelesen

Steffen Krach findet, dass Wegner nach Stunden ohne Strom für Zehntausende Berliner weitaus präsenter hätte sein müssen. Besonders kritisiert er, dass bisher kaum konkrete Pläne für die nächsten Tage vorgelegt wurden – viele Menschen seien verunsichert, wie es weitergeht. Die Forderung: Wer friert und kein Geld für ein Hotel hat, bräuchte Unterstützung vom Land - stattdessen blieben Besserverdienende wie Promis meist außen vor oder zahlten selbst. Wörtlich meinte Krach, Persönlichkeiten wie Sarah Connor, die über den Ausfall twitterte, kämen allein zurecht, während Bedürftigen oft nichts Bleibe als in dunklen Wohnungen zu hocken. Auch kritisiert er die Symbolpolitik - ein kurzer Besuch Wegners in einer Notunterkunft mit freundlichen Worten sei zu wenig. Viel wichtiger, so Krach, wäre echte Koordination, vorausschauende Maßnahmen und vor allem ein klares Zeichen gegen rechte Gruppen, die die Lage für sich ausschlachten könnten. Letztlich erwarte Krach, dass ein Bürgermeister weit mehr sei als ein bloßer Organisator im Hintergrund: Er müsse vermitteln, führen und den Menschen ein Gefühl der Sicherheit geben.

Der Konflikt zwischen SPD-Mann Steffen Krach und Berlins Regierungschef Kai Wegner entzündet sich am Umgang mit dem massiven Stromausfall, der weite Teile Berlins ins Dunkel stürzte. Laut Krach fehlt es an klaren Ansagen, Unterstützung für Bedürftige und überzeugender Krisen-Kommunikation – Vorwürfe, die vor allem vor der anstehenden Wahl noch mehr Gewicht bekommen. Wegner gerät dadurch zunehmend unter Druck, ein deutlich aktiveres Krisenmanagement und transparente Hilfsangebote aufzulegen. Bei aktuellen Recherchen zeigt sich, dass ähnliche Vorwürfe an politisch Verantwortliche in Berlin in anderen Medien verstärkt werden. Ein Bericht der taz betont, wie viele Betroffene sich von der Verwaltung alleingelassen fühlen und wie Mängel bei der Informationspolitik zu Verunsicherung beitragen. Die Süddeutsche berichtet von wachsender Kritik aus Bürgerinitiativen, die schnelle und zielgerichtete Hilfsmaßnahmen fordern. Zeit Online hebt hervor, dass Versäumnisse bei der vorsorglichen Planung von Krisenfällen deutschlandweit ein Thema sind und der Berliner Vorfall daher politische Debatten über die Katastrophenvorsorge anstößt.

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