Der Fernwärme-Verband AGFW unterstreicht: Fossil betriebene Heizkraftwerke seien natürlich besonders sensibel gegenüber Gaspreisschwankungen, doch es spiele eine große Rolle, wie weit die Gaspreise im Voraus gesichert wären. Während des Ukraine-Kriegs hatte Fernwärme einige Monate als preisstabile Alternative gegolten, bevor dann die Preishammer einholte. Laut AGFW-Chef Werner Lutsch dürfte dieses Muster auch jetzt wieder gelten: Erst bleibt's scheinbar ruhig, dann zieht die Rechnung langsam an. Ehrlich gesagt: Das klingt nicht unbedingt ermutigend für Verbraucher:innen, aber wenigstens weiß man, worauf man sich einstellen sollte… wobei, so eindeutig ist die Lage oft auch gar nicht.
Der Artikel erörtert, dass die Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Fernwärmepreise in Deutschland verzögert bei vielen Verbraucher:innen eintreffen dürften. Ausschlaggebend ist insbesondere, wie und aus welchen Quellen die Wärme in der jeweiligen Region erzeugt wird: Je höher der Anteil fossiler Energieträger und je kurzfristiger Gas eingekauft werden muss, desto eher kann es auch zu schnelleren Preissprüngen kommen. Besonders in Städten, wo viele Kraftwerke noch auf Erdgas setzen, werden Verbraucher:innen wohl erst in einigen Monaten eine Verteuerung spüren – zunächst bleibt die Situation meist stabil. Neuere Recherchen zeigen, dass gerade im Industrie- und Baugewerbe die Unsicherheit über Energiepreise derzeit groß ist: Während ein vorsorglicher Energieeinkauf Abfederungen verspricht, warnen Experten vor weiteren Schwankungen spätestens zum nächsten Anpassungszeitpunkt im Herbst oder Winter. Manche Stadtwerke versuchen inzwischen, durch Investitionen in erneuerbare Quellen unabhängiger zu werden, was die Preisentwicklung längerfristig dämpfen könnte.