Wenn Messen wie die LEARNTEC ihre Tore öffnen, trifft Hightech auf Klassenzimmer und Corporate Learning bekommt plötzlich einen Hauch Abenteuer. Vom 5. bis 7. Mai 2026 präsentieren etliche Unternehmen, Kommunen und Bildungsexperten in Karlsruhe, wie Lernen von morgen aussehen könnte – behaupten kann ja jeder, aber hier kann man Touchscreens tatsächlich berühren und KI an echten Beispielen erleben. Besonders spannend: Unter den Exponaten finden sich nicht nur schlaue Verwaltungs- und Lernplattformen, sondern auch digitale Escape Rooms und – durchaus überraschend – ein Drohnenparcours vom Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, bei dem Schüler mit Code und Erfindergeist Drohnen zum Fliegen bringen. So wird Medienkompetenz tatsächlich erfahrbar und nicht nur als Buzzword auf Werbebroschüren gedruckt.
Auch Unternehmen, die intern auf Weiterbildung setzen, kommen nicht zu kurz: KI-Coaching, Adaptive Lernpfade, XR-Workshops – manchmal klingt das alles nach Zukunftsmusik, ist hier aber direkt messbar. Gerade sicherheitsrelevante Trainings oder heikle Onboarding-Situationen lassen sich virtuell nachstellen, ohne dass jemand wirklich in Gefahr gerät. Es gibt Impulse satt – von Serious Games bis zu Masterclasses, bei denen Profis ihr Wissen weitergeben. Stefanie Ruf, die Projektleiterin, bringt es passend auf den Punkt: Wer Orientierung in diesem Dschungel sucht, wird auf der LEARNTEC fündig – ausprobieren ausdrücklich erwünscht. Neues gibt es auch im Kongressformat, etwa mit der Innovation Island, auf der Start-ups frische Ideen live vorstellen.
Die LEARNTEC 2026 in Karlsruhe steht ganz im Zeichen von Digitalisierung und technologischem Wandel in der Bildung. Schwerpunkte sind diesmal der DigitalPakt 2.0 – ein politisches Projekt zur weiteren Förderung digitaler Schulstrukturen – sowie innovative KI-Lösungen und immersive Lernumgebungen. Hinzu kommen praktische Ausstellungen wie ein Drohnenparcours, der gezielt Computational Thinking fördern soll, sowie fortschrittliche Tools für Unternehmen, die das Lernen interaktiver und adaptiver machen. International betrachtet wird der DigitalPakt 2.0 mittlerweile kritisch diskutiert, unter anderem in Bezug auf finanzielle Anforderungen der Länder und Umsetzungsdruck für Schulen, während gleichzeitig der EU-weite Trend hin zu KI-gestütztem Lernen und flexibler Weiterbildung beobachtet wird. Neue Berichte stellen außerdem die Notwendigkeit in Frage, Kompetenzen wie Medienmündigkeit und Datenschutz bereits in der Grundschule zu stärken und nicht erst in weiterführenden Schulen. Die Nachfrage nach immersiven Lernformaten, beispielsweise VR- oder AR-Anwendungen, wächst sowohl an Schulen als auch in der betrieblichen Weiterbildung stetig, was sich auch in der zunehmenden Vielfalt der auf der LEARNTEC präsentierten Lösungen widerspiegelt.