Es ist wie ein laues Lüftchen auf den glatten Flächen der Statistik: Die Erwerbstätigenzahl in Deutschland hat sich im Dezember 2025 erneut leicht nach unten bewegt. Waren es im Frühsommer noch durchschnittlich elf Tausend weniger pro Monat, so schrumpfte die Zahl der Erwerbstätigen im Dezember saisonbereinigt nur um fünf Tausend im Vergleich zum November. Klingt nach wenig – ist im Verhältnis aber bemerkenswert, weil der Dezember traditionell ohnehin schwächelt. Nicht saisonbereinigt sank die Beschäftigung sogar um 126.000 Personen, was stärker ins Gewicht fällt als im Dezember-Schnitt der letzten drei Jahre; da lag der Rückgang bei rund 109.000. Was steckt dahinter? Der Arbeitsmarkt folgt saisonalen Mustern, ja, doch der Negativtrend seit August wird plötzlich greifbar: Seitdem werden beständig weniger Menschen gezählt, im Dezember ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von 69.000 Beschäftigten. Am Rande erwähnt, vielleicht lieber zu früh als zu spät: Diese Entwicklung kann, wenn sie sich fortsetzt, zu einem Problem werden – Fachkräftemangel hin oder her. Im vierten Quartal waren durchschnittlich 46,1 Millionen Menschen in Deutschland berufstätig, saisonbereinigt ein weiterer Rückgang um 25.000 zum dritten Quartal. Noch keine Katastrophe, aber es lohnt, mal genauer hinzusehen. Auffällig: 1,6 Millionen Menschen waren demnach ohne Arbeit, das entspricht einer Quote von 3,6 Prozent – ein spürbarer Anstieg gegenüber dem Vorjahr, und auch im berichtigten Vergleich stieg die Erwerbslosenzahl. Statistiken sind das eine, aber auf dem Arbeitsmarkt draußen sind es Unsicherheiten und kleinere Schieflagen, die sich ansammeln. Und wenn man ehrlich ist, nach den fetteren Jahren weiß man oft erst im Rückspiegel, wie bedenklich die ersten Warnsignale wirklich waren.
Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt im Dezember 2025 eine fortgesetzte, wenn auch moderate Abkühlung: Die Zahl der Erwerbstätigen war bereits seit Monaten am Sinken – und auch der saisonale Rückgang übertrifft die Werte der Vorjahre. Besonders auffällig ist der Anstieg der Arbeitslosenquote und der Erwerbslosenzahl, die im Jahresvergleich mit 13 Prozent deutlich stärker zulegten als gewohnt. Im Hintergrund stehen strukturelle Herausforderungen, schwankende Konjunktur sowie Unsicherheiten durch internationale Krisen und Transformationsprozesse in mehreren Branchen. Nach aktuellen Berichten aus anderen Quellen sorgt die schwächelnde Konjunktur, vor allem in der Industrie, für eine angespannte Stimmung: Energiekosten, Investitionszurückhaltung und geopolitische Unsicherheiten drücken auf die Entwicklung. Trotz ansteigender Arbeitslosenzahlen bleibt der Fachkräftemangel in einigen Sektoren gravierend –, paradoxerweise gibt es gleichzeitig offene Stellen und viele Jobsuchende. Erste Stimmen von Gewerkschaften und Arbeitgebern fordern deshalb gezielte beschäftigungspolitische Impulse, Investitionen in Weiterbildung und Modernisierung sowie einen Fokus auf Zukunftsbranchen.