Lidls Einkaufswagen: Grundnahrung 2026 gut 10 Prozent billiger als ein Jahr zuvor

Bad Wimpfen – In der Debatte ums tägliche Auskommen bringt Lidl Zahlen ins Spiel: Der aktuelle Lidl-Einkaufskorb aus wichtigen Grundnahrungsmitteln zeigt, dass das Shoppen bei Lidl 2026 sogar noch erschwinglicher geworden ist als im Vorjahr.

heute 20:00 Uhr | 2 mal gelesen

Mal ehrlich: Wer im Januar 2025 noch 30,50 Euro für 14 typische Lebensmittel ausgab – Käse, Gemüse, Fleisch, ein bisschen was Süßes dabei –, wird jetzt, Stand 2026, beim selben Warenkorb mit exakt 27,44 Euro zur Kasse gebeten. Also ein Zehntel günstiger. Lidl lässt sich das Thema Preisführer sichtlich nicht nehmen und verweist auf fallende Rohstoffpreise sowie schmalere Betriebswege als Grund. Besonders auffällig: Bei eigenen Marken (immerhin drei Viertel der Regalfläche!) drückt das den Preis besonders, weil der Zwischenhandel praktisch rausfällt. Lidl kommuniziert nach eigenem Bekunden übrigens offen, wie sie mithilfe klarer Strukturen und einfacher Logistik günstige Preise möglich machen. Und: Lieber kleinere Gewinne als höhere Preise, so die Devise. Dass da natürlich auch ein bisschen PR-Motivation hintersteckt – geschenkt. Aber die Zahlen sprechen eine Sprache, die man beim Metzger oder im Landbäcker zuletzt eher selten hört. Das Sortiment? Von Standard-Weizenbrot bis Apfel, über Hack und Hähnchen, Butter, Joghurt, Wasser und O-Saft – eine überschaubare, aber alltagsnahe Auswahl.

Der Lidl-Einkaufskorb ist 2026 rund 10 Prozent günstiger geworden als im Vorjahr, was Lidl mit günstigeren Rohstoffen und effizienteren Abläufen begründet. Das Unternehmen setzt dabei besonders auf seine Eigenmarken, die durch den Entfall vieler Zwischenstufen schnell im Preis angepasst werden können. Auch in aktuellen Medienberichten zeigt sich, dass Preisentwicklungen bei Lebensmitteln weiterhin ein zentrales Thema sind, wobei Discounter wie Lidl und Aldi trotz vereinzelter Preisanhebungen weiterhin versuchen, Profil mit günstigen Angeboten zu gewinnen. In den letzten Tagen wurde gemeldet, dass auch andere Supermärkte vereinzelt Preise senken, diese allerdings oft nur auf ausgewählte Produkte und für einen begrenzten Zeitraum. Kritische Stimmen merken zudem an, dass die Qualität und Vielfalt der günstigeren Warenkörbe nicht immer mit der von Markenprodukten mithalten kann – und auch saisonale Effekte spielen eine Rolle bei Preissenkungen im Einzelhandel. Gerade im Frühjahr profitieren Verbraucher häufig von sinkenden Preisen bei Obst und Gemüse, während der Großteil der Kunden dennoch steigende Lebenshaltungskosten moniert.

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