Die Linke kritisiert die aktuelle Bundesregierung wegen mangelnder Maßnahmen gegen die Übergewinne von Ölkonzernen, insbesondere nach Einführung des Tankrabatts. Trotz dieser staatlichen Entlastungsmaßnahme flossen die Einsparungen laut Umweltverbänden vor allem in die Gewinne der Unternehmen, anstatt bei Verbraucher:innen anzukommen. Während viele europäische Länder bereits Übergewinnsteuern diskutieren oder eingeführt haben, hält sich Deutschland bislang zurück – dabei wird der Ruf nach einer gerechteren Verteilung solcher Krisengewinne gerade mit Blick auf Inflation und soziale Ungleichheit lauter. Nach zusätzlich aktueller Recherche wurde bekannt, dass die Debatte um Übergewinne und mögliche Steuern auf europäischer Ebene Fahrt aufnimmt: Einige Länder wie Italien oder Großbritannien haben bereits solche Steuern eingeführt, während Konzerne oft mit Produktionsverlagerungen oder Preissteigerungen reagieren. In Deutschland gibt es Widerstand, vor allem aus der Wirtschaft und Teilen der Regierung, weil Nachteile fürs Investitionsklima und rechtliche Streitigkeiten befürchtet werden. Aber die gesellschaftliche Forderung nach einer gerechten Lastenverteilung in Krisenzeiten – besonders angesichts hoher Energiepreise und wachsender Armut – wächst merklich, wie Meinungsumfragen zeigen.