Linke will 9-Euro-Ticket zurück – billiger Nahverkehr statt Tankrabatt

Sören Pellmann, Fraktionschef der Linken, fordert angesichts hoher Spritpreise eine Neuauflage des 9-Euro-Tickets. Ein Schritt, um Pendlern echte Alternativen zu bieten – und nicht wieder mit dem alten „Tankrabatt“ zu kommen.

heute 11:26 Uhr | 2 mal gelesen

Mal ehrlich, für viele begann die Debatte um günstigen Nahverkehr dank des 9-Euro-Tickets endlich zu leben. Und jetzt? Steigen die Spritpreise wieder – aber echte Entlastung sucht man vergeblich. Sören Pellmann von der Linken hat das offenbar satt. Gegenüber RTL und ntv brachte er das Thema direkt auf den Punkt: Statt Tankrabatt, der schon 2022 nicht so richtig bei den Menschen ankam, müsse die Politik lieber die Rückkehr zum 9-Euro-Ticket anstoßen, um echte Alternativen zu schaffen. Kurze Erinnerung: Damals war der Tankrabatt mehr Placebo als Heilmittel – davon hielt der Linkenpolitiker wenig und sieht sich heute bestätigt. Die Verbraucher brauchen ja keine weiteren Ankündigungen, sondern – wie Pellmann es forderte – handfeste Schritte. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche prüft aktuell die Preissprünge, allerdings, so Pellmann, komme das alles zu spät. Offenbar wurden entsprechende Forderungen über das Wochenende schon laut; nun wolle er, dass nicht „nur angekündigt“ wird. "Wie lange sollen die Menschen noch auf Antworten warten? Eigentlich bräuchte es Anfang kommender Woche schon Ergebnisse", schob Pellmann noch nach. Um es kurz zu sagen: Die Linke macht Druck – diesmal weniger mit leeren Worthülsen, sondern mit Vorschlägen, die viele Pendler sofort nachvollziehen können.

Die Forderung der Linken nach einer Rückkehr zum 9-Euro-Ticket trifft aktuelle gesellschaftliche und politische Debatten um Mobilitätskosten. Gerade angesichts steigender Kraftstoffpreise ist das Thema Nahverkehr wieder hochrelevant: Immer mehr Menschen wünschen sich eine nachhaltige, preiswerte Alternative zum Auto. Kritiker verweisen darauf, dass der Tankrabatt kaum Entlastung für die Bevölkerung gebracht hat – stattdessen sollen nachhaltige Investitionen und klare Signale folgen. In den vergangenen Wochen gab es verstärkte Diskussionen um weitere Schritte zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs, insbesondere im Hinblick auf den sozialen Ausgleich und die Mobilitätswende. Die Bundesregierung steht unter Druck, schnell umsetzbare Lösungen zu präsentieren, während Wirtschaft und Verbraucher auf konkrete Maßnahmen drängen. Pellmanns Kritik an Wirtschaftsministerin Reiche spiegelt die allgemeine Ungeduld über langwierige Prüfungen ohne spürbare Ergebnisse wider. Laut aktuellen Recherchen hat sich die gesellschaftliche Akzeptanz günstiger ÖPNV-Angebote seit Einführung des 9-Euro-Tickets deutlich verbessert – entsprechende Modellprojekte in mehreren Bundesländern laufen weiterhin. Das Deutschlandticket (49 Euro) besitzt zwar eine gewisse Akzeptanz, ist aber für viele einkommensschwache Gruppen immer noch eine Hürde. Auch aus anderen Oppositionsparteien und Verbänden kommen Forderungen nach einfacheren und günstigeren Lösungen, um sowohl den Klimaschutz als auch die soziale Gerechtigkeit zu stärken.

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