Der Extremsportler Benedikt Böhm denkt ungern an 2014 zurück, auch wenn dieses Jahr sich unauslöschlich in sein Gedächtnis gebrannt hat: Damals verunglückte sein bester Freund und Seilpartner Sebastian Haag im Himalaya, gerissen von einer Lawine, während einer ihrer risikoreichen Speed-Besteigungen. Liesse es sich anders erzählen, würde er den Tag vermutlich ausradieren – doch genau das ist der Ausgangspunkt der neuen Doku 'Tödlicher Himalaya'. Nun, Jahre später, plant Böhm die Rückkehr zu jenem Berg, dem Symbol der Grenzerfahrung, bei der beide einen Weltrekord aufstellten. Die dreiteilige Serie – ab 12. März 2026 abrufbar in der ARD Mediathek, erste lineare Folge am 23. März spät abends – zeichnet, teils schwankend zwischen dokumentarischer Sachlichkeit und subjektiver Erinnerung, die extreme Gratwanderung zwischen Freundschaft, Ruhm und Lebensgefahr nach.
Diese Expedition 2025 wird für Böhm zur Zeitreise – zurück nach China, zum Muztagh Ata, dem Ort der ersten großen Erfolge und der tiefsten Narben. Die Doku beschönigt nichts: Ruhige, nachdenkliche Momente stehen neben der schonungslosen Konfrontation mit Schuld, Risiko und öffentlicher Kritik nach Sebastians Tod. Kameradschaft, die Gier nach Rekorden und existenzielle Fragen nach Verantwortung verweben sich zu einer komplexen Geschichte. Ist es möglich, mit der eigenen Vergangenheit, mit so einem Verlust, je Frieden zu schließen? Die Produktion, verantwortet vom SWR und BR, versucht Antworten, aber keine Schnörkeleien.
Weitere Infos gibt’s im ARD-Presseportal und auf den Seiten von swr.de. Bildmaterial und Kontakt zu den Redaktionen finden sich wie gewohnt digital.
Die ARD-Dokureihe „Tödlicher Himalaya“ widmet sich dem dramatischen Leben zweier Extremsportler: Im Zentrum steht Benedikt Böhm, der nach dem Tod seines Freundes Sebastian Haag einen langen inneren Weg zurücklegen muss und sich 2025 erneut der Herausforderung des Muztagh Ata stellt. Die Serie behandelt nicht nur emotionale Themen wie Schuld, Abschied und innere Heilung, sondern regt auch zur Debatte über Verantwortung im Extremsport an – eine Diskussion, die in jüngster Zeit durch mehrere tragische Alpinunfälle, wie am Mount Everest im Frühjahr 2024, erneut Fahrt aufgenommen hat. Darüber hinaus berichtet der Spiegel aktuell, dass die Popularität gefährlicher Expeditionen trotz tragischer Vorfälle ungebrochen ist, weil soziale Medien ein verzerrtes Bild von Heldentum und Grenzerfahrung erzeugen Quelle: Der Spiegel; die Süddeutsche hebt in einem Hintergrundbeitrag hervor, wie sehr Leistungsdruck und öffentlicher Erwartungshorizont Extremsportler*innen zu immer waghalsigeren Taten treiben Quelle: Süddeutsche Zeitung; und auf Zeit.de finden sich Überlegungen darüber, wie schwer es für Hinterbliebene ist, mit dem moralischen Dilemma nach fatalen Unfällen zurechtzukommen Quelle: Zeit Online.