Bundesbank trotzt erneut Verlusten – Geschäftsergebnis verbessert sich deutlich

Auch im Jahr 2025 bleibt die Deutsche Bundesbank in den roten Zahlen, sieht aber ermutigende Fortschritte im Jahresverlauf.

heute 11:02 Uhr | 4 mal gelesen

Mit einem erneuten Fehlbetrag von 8,6 Milliarden Euro blickt die Bundesbank auf ein Geschäftsjahr zurück, das spannender verlief, als es trockene Buchhalterzahlen zunächst vermuten lassen. Immerhin: Im Gegensatz zum Vorjahr hat die Zentralbank ihren Jahresverlust halbiert – keine triviale Leistung angesichts der geldpolitischen Nachwirkungen und Zinsentscheidungen, die seit 2022 auf dem System lasten. Präsident Joachim Nagel bemühte sich sichtlich um Optimismus und sprach davon, dass die finanzielle Situation weiter auf dem Weg der Besserung sei, wenngleich noch keine Entwarnung gegeben werden könne. Geduld ist weiter nötig – nicht unbedingt die Stärke von politischen Entscheidungsträgern oder der Öffentlichkeit, aber aktuell unausweichlich. Der aufgebaute Bilanzverlust summiert sich mittlerweile auf satte 27,8 Milliarden Euro. Nagel und seine Vizepräsidentin Sabine Mauderer betonten dennoch die solide Ausgangslage: Hohe Bewertungsreserven – derzeit satte 388 Milliarden Euro – sorgen dafür, dass sich trotz der Verlustserie niemand ernsthaft Sorgen machen muss. Die problematischen Jahre sind vor allem eine Folge der beispiellosen geldpolitischen Maßnahmen während der Pandemie und der abrupten Leitzinserhöhungen. Während sich der Nettozinsertrag immerhin verbessert hat (minus 4,2 Milliarden Euro sind ein Fortschritt – wenn auch ein etwas bitterer), konnte vor allem der gestiegene Goldpreis die Bilanzsumme stabilisieren: 395 Milliarden Euro Goldreserven wirken in diesen Tagen fast schon wie ein finanzieller Schutzschirm. Kurios: Das Eigenkapital ist dank der Goldlage jetzt auf 363 Milliarden Euro gestiegen. Trotz aller Kratzer bleibt Deutschlands Zentralbank also handlungsfähig – was beruhigend sein dürfte, nicht nur für die Volkswirte.

Die Deutsche Bundesbank musste im Jahr 2025 erneut einen erheblichen Verlust ausweisen, verbesserte ihr Ergebnis jedoch signifikant im Vergleich zum Vorjahr. Der Bilanzverlust ist vor allem eine Folge langfristiger geldpolitischer Maßnahmen und der Zinswende der letzten Jahre. Neuere Artikel auf taz.de betonen dabei, dass auch andere Notenbanken aktuell finanzielle Herausforderungen haben, der deutsche „Vorrat“ an Bewertungsreserven aber vergleichsweise komfortabel bleibt. Die Süddeutsche berichtet, dass Experten auch für die kommenden Jahre mit dauerhaften Belastungen rechnen, während der Spiegel insbesondere den positiven Einfluss der Goldbewertung hervorhebt. Laut internationalen Wirtschaftskommentatoren wird sich das Bild weiter aufhellen, vorausgesetzt, die Inflations- und Zinslage entspannt sich tatsächlich so wie prognostiziert.

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