Mainz wird zur Lesewelle: Der Weltrekordversuch 2026 in der MEWA Arena

Ein ganz besonderes Lesespektakel steht am 10. Juni 2026 an: In der MEWA Arena Mainz wagen Tausende Leseratten, unterstützt von SWR1, dem Leserattenservice und Mainz 05, einen Gemeinschaftsrekord – so lebendig ist Lesen selten.

heute 07:00 Uhr | 7 mal gelesen

Mainz macht ernst mit der Leseförderung – und denkt dabei groß: Am Morgen des 10. Juni 2026 verwandelt sich die MEWA Arena in einen Schauplatz, wie ihn wohl noch nicht viele gesehen haben. Unter dem Motto „Weltrekord Lesen 2026“ bekommt das Vorlesen eine Bühne. Nicht im kleinen Kreis, nicht leise in der Ecke, sondern laut, gemeinsam, im Fußballstadion. Schulen, Lehrende, Kinderguppen und Familien sind eingeladen; Rheinland-Pfalz rückt ein bisschen zusammen und setzt ein Zeichen für Leselust, Kreativität und den Wert des Zusammenseins. Besonders spannend dieses Jahr: Der Rekordversuch, die längste La-Ola-Vorlesewelle der Welt aufzuziehen. Jede Gruppe liest – und zwar wortweise nacheinander, wie die Welle im Stadion rollt. Damit geht es nicht nur um einen Rekord, sondern auch um Gänsehaut und das Gefühl, miteinander etwas Bleibendes zu schaffen. Wer mit dabei sein will, kann sich bereits anmelden, vorausgesetzt, man ist bereit für eine literarische La-Ola-Runde, die so vielleicht sonst nirgends stattfindet.

Am 10. Juni 2026 möchte Mainz mit dem 'Weltrekord Lesen 2026' ein deutliches Signal für gemeinsames (Vor-)Lesen setzen. Neben der organisatorischen Power von Leserattenservice, SWR1 und Mainz 05 wird auch auf die Stimme von Stefan Gemmel, einem bekannten Kinderbuchautor, gebaut. Ziel ist nicht bloß der Eintrag ins Rekordbuch: Das Event will das Miteinander durch gemeinsames Vorlesen stärken, die Begeisterung für Bücher anfeuern und die Freude am gemeinsamen Erlebnis betonen – vermutlich wird das auch Menschen weit über den Tag hinaus miteinander verbinden. In einer Zeit, in der viele über nachlassende Lesekompetenz und sinkende Aufmerksamkeit klagen, ist so eine große, gemeinschaftliche Aktion eine willkommene Antwort. Dass immer mehr Aktionen Schulen, Eltern und Kinder einbinden, zeigt sich auch aktuell an anderen Orten, wo Leseförderung und Integration Hand in Hand gehen; der Trend zu größeren, erlebnisorientierten Formaten ist nicht zu übersehen. Außerdem steht Mainz mit diesem Projekt in einer Kette von Städten, die neue Wege suchen, Lesefreude ins Rampenlicht zu rücken und generationenübergreifende Erlebnisse zu schaffen.

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