Maybrit Illner im ZDF: Epsteins Schattenreich – Ein System außer Kontrolle?
Mainz – Es ist ein Thema, bei dem der Atem stockt: Gewalt, Machtmissbrauch und Korruption ziehen sich wie ein roter Faden durch das Leben von Jeffrey Epstein, dem berüchtigten US-Multimillionär, Strippenzieher und Sexualstraftäter. Seine Netzwerke reichten tief in die Gesellschaft – ob Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder sogar Königshäuser. Mit Geld, Kontakten und fragwürdigen Geschäften hat er Prominente und Minderjährige verstrickt. Die Zahl der Opfer ist erschütternd. Bei Maybrit Illner wird am Donnerstag, 26. Februar 2026 um 22.15 Uhr, im ZDF diskutiert: Was steckt wirklich hinter 'Epsteins Netzwerk'?
heute 15:45 Uhr | 4 mal gelesen
Jahrelang tätigte die US-Regierung kaum einen Schritt zur Aufklärung, doch nun sind unter Trumps Ägide Millionen Seiten Akten zum Epstein-Komplex veröffentlicht worden – allerdings mit reichlich Schwärzungen, sodass die Lesbarkeit stark leidet. Bemerkenswert: Trump selbst kommt häufig vor, fühlt sich jedoch von allen Vorwürfen freigesprochen. Im Umfeld anderer Prominenter sieht das anders aus. In Großbritannien wurde Prinz Andrew, der Bruder des Monarchen, sogar kurzzeitig festgehalten. Ein früherer Minister und ein Botschafter sind ebenfalls involviert, während in Ländern wie Frankreich und Norwegen gegen weitere Verdächtige ermittelt wird.
Jetzt werden Fragen gestellt: Welche Kreise zog dieses Netzwerk wirklich, gibt es etwa auch Verbindungen nach Deutschland? Tragen Politik und Gesellschaft eine Mitverantwortung – und reicht der Fall über rein juristische Konsequenzen hinaus? Für die Diskussion im ZDF eingeladen: Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), Jürgen Trittin (Grüne), Margot Käßmann (Theologin und Autorin), Investigativjournalist Daniel Laufer (Paper Trail Media) und Handelsblatt-Korrespondentin Annett Meiritz. Wie üblich ist die heutige Sendung barrierefrei: mit Untertiteln, DGS und im Web verfügbar.
Weitere Informationen sowie Kontaktmöglichkeiten beim ZDF-Pressedesk stehen bereit. Und übrigens: Die Debatte wird auch auf LinkedIn begleitet.
Die ZDF-Debatte nimmt das Enthüllungsthema Jeffrey Epstein noch einmal unter die Lupe – ein Skandal, der nach wie vor für offene Fragen sorgt und die Machtstrukturen westlicher Eliten bloßlegt. Auch aktuelle Medienberichte zeigen, dass die Ermittlungen gegen Epstein-Netzwerkmitglieder international an Dynamik gewinnen, während die politische Einordnung bisher zögerlich bleibt. Im Mittelpunkt der Fernsehdiskussion steht die Frage, wie systemisch das Versagen (oder Wegsehen) war – und ob sich noch verborgene Verbindungen etwa nach Deutschland auftun. Neue Medienberichte (u.a. aus taz, zeit.de, faz.net) bestätigen, dass Strafverfolgungsbehörden weitere Namen prüfen und Experten ein Umdenken im Umgang mit Machtmissbrauch in Eliten fordern. Der gesellschaftliche Diskurs bekommt neue Impulse: Einige fordern radikale Transparenz, andere mahnen zur Vorsicht bei Vorverurteilungen. Die Thematik bleibt virulent, nicht zuletzt wegen laufender Ermittlungen – und einer zunehmenden Sensibilität für strukturelle Gewalt.