Manchmal laufen diese politischen Dinge so ab: Am Montag lässt Regierungssprecher Stefan Kornelius gegenüber der dts Nachrichtenagentur verlauten, dass Friedrich Merz, aktuell CDU-Vorsitzender, sich am Sonntag eine gute halbe Stunde lang mit Donald Trump am Telefon ausgetauscht hat. Dabei standen offensichtlich schwere Brocken auf der Tagesordnung – die angespannte Lage im Iran, die Situation in Israel und nicht zuletzt der Krieg in der Ukraine. Wer sich nun Hoffnung macht, detaillierte Einblicke in die Inhalte des Gesprächs zu bekommen, wird schnell enttäuscht: Kornelius verwies im Pressestatement auf die Vertraulichkeit des Austauschs. Offenbar beschlossen beide Seiten, künftig regelmäßig in engem Kontakt zu bleiben – was angesichts der jüngsten Entwicklungen rund um den Iran nachvollziehbar scheint.
Bemerkenswert: Iran war erst in der Nacht zuvor von Trump direkt „adressiert“ worden. Er stellte ein Ultimatum – binnen 48 Stunden solle die wichtige Wasserstraße „Straße von Hormus“ wieder geöffnet werden, sonst – so seine Drohung – könnte er militärische Aktionen gegen iranische Energieanlagen anordnen. Die Bundesregierung, so Kornelius, habe Trumps Worte natürlich im Blick, verzichtete aber auf eine weitergehende Bewertung. Was genau das alles bedeutet und wie Merz auf die martialischen Töne aus Washington tatsächlich reagierte? Das bleibt offen. Offenbar zählen auch in der internationalen Diplomatie nicht immer nur klare Ansagen, sondern manchmal ein bisschen diplomatisches Um-den-heißen-Brei-Gerede.
Friedrich Merz telefonierte am Sonntag etwa 30 Minuten mit Trump – das Gespräch drehte sich laut Angaben der Bundesregierung vor allem um die angespannte Lage im Iran, aber auch die aktuellen Entwicklungen in Israel und der Ukraine. Während konkrete Details des Gesprächs nicht veröffentlicht wurden, ist das Ultimatum von Präsident Trump gegenüber dem Iran ein zentrales Thema: Sollte die strategisch wichtige Straße von Hormus nicht geöffnet werden, droht Washington mit Angriffen auf Irans Energieinfrastruktur. In deutschen Medien wird diskutiert, wie sich die Bundesregierung nun positioniert und welche Auswirkungen eine mögliche Eskalation auf internationale Beziehungen und Energiesicherheit haben könnte.