Merz wirbt für Schulterschluss im arktischen Sicherheitsstreit

Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zeigte sich Friedrich Merz (CDU) zur sogenannten Grönland-Krise betont offen und hob die enge Abstimmung mit den USA hervor. Die jüngsten Forderungen der US-Regierung nach mehr Einfluss in Grönland betrachtet er als ernsthaften Hinweis auf die Bedrohung durch Russland und auch China in der Arktis. Merz warb für ein geeintes transatlantisches Handeln – nicht nur gegenüber der US-Position, sondern auch in Hinblick auf andere internationale Akteure.

heute 10:09 Uhr | 2 mal gelesen

Die Arktis, bislang oft gefühlte Randlage, rückt plötzlich ins geopolitische Scheinwerferlicht. Merz erinnerte daran, wie die Ostsee zuletzt Schauplatz hybrider Angriffe wurde und stellte klar: Deutschlands Sicherheit beginnt nicht erst an seinen Grenzen. Der russische Krieg, so Merz, verlangt entschiedene Maßnahmen, um auch im Norden ein Bollwerk zu errichten. Im Schulterschluss mit der NATO will Deutschland besonders mit Dänemark und Grönland enger kooperieren – Themen, die Merz mit US-Präsident Trump, Dänemarks Regierungschefin Frederiksen und anderen Partnerinnen sprach. Ihm geht es dabei um mehr als bloße Verteidigungsrhetorik: Europa müsse in solchen Situationen Rückgrat beweisen und ein entschiedenes Signal senden – dass Souveränität kein Verhandlungsmasse ist. Besonderes Augenmerk legte Merz auf eine wachsende Allianz, die beide Seiten des Atlantiks verbindet und schützt. Ehrlicherweise war in seinen Worten auch ein gewisser Unterton hörbar: Die Balance zwischen diplomatischen Gesten und klarer Haltung ist fragil – jeden Tag aufs Neue.

Friedrich Merz setzte beim Weltwirtschaftsforum starke Impulse für eine verstärkte nordatlantische Sicherheitsstrategie mit Fokus auf die Arktis. Angesichts russischer und chinesischer Aktivitäten in Grönland und Umgebung betonte er die Notwendigkeit geschlossener westlicher Zusammenarbeit und expliziter Bekenntnisse zur territorialen Integrität Europas. Obwohl es bereits Absprachen mit internationalen Partnern und intensive Konsultationen gab, bleibt die Lage diffus: Die zunehmende Militarisierung und Ressourceninteressen anderer Mächte verschieben die geopolitischen Linien permanent – darum wird es neben politischer Solidarität künftig immer mehr auch um praktische Koordination und gemeinsame Strategien gehen. Nach aktueller Recherche, etwa bei der FAZ, besteht große Einigkeit darüber, dass die Arktis im Zuge des Ukraine-Kriegs sicherheitspolitisch gewichtiger wird und Deutschland wie die NATO regelmäßig neue Gefährdungslagen bewerten müssen. Auch wurde auf DW darauf hingewiesen, dass China ebenfalls seine Ambitionen auf die Region verstärkt und zunehmend Forschungsstationen sowie Infrastrukturprojekten nachgeht. Wer aktuell in der Arktis Einfluss gewinnen will, muss sich auf ständige neue Verhandlungsrunden und Verschiebungen einstellen.

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