Merz würdigt Familien von Sicherheitskräften im Auslandseinsatz

Im Kanzleramt versammelte sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Angehörigen von Soldaten und Polizisten, um deren oft übersehene Leistung zu würdigen – eine Tradition, die auch dieses Jahr fortgesetzt wurde.

20.01.26 15:14 Uhr | 5 mal gelesen

Es gibt Momente, da klingt selbst das Festliche im Kanzleramt ein wenig melancholisch. Friedrich Merz sprach bei dem Treffen davon, wie entscheidend die Unterstützung durch die Familien für Soldaten und Polizisten im Ausland ist. Solche Reden wirken manchmal wie ein Ritual, doch Merz betonte – zusammen mit Innenminister Dobrindt, Verteidigungsminister Pistorius und Generalinspekteur Breuer –, dass es eben nie zur Routine werde, sich für die Menschen dahinter zu bedanken. In seiner Rede tauchte er punktuell in das Unbehagen ein, wie schwer es falle, die Verantwortung für fernab entsandte Söhne, Töchter, Partner zu tragen. Es werde genau abgewogen, bevor Einsätze beschlossen würden, und die Verantwortung sei breit verteilt: Regierung und Parlament entscheiden gemeinsam – und nicht aus einer Laune heraus. Ganz persönlich, so Merz, gehe es darum, sich nicht in Routine zu verlieren: Man müsse sich immer klarmachen, wie viel Verpflichtung und, ja, Unsicherheit die Familien zuhause treffen. "Wir haben ein Gefühl davon, aber eben nur das – Sie leben mit der Ungewissheit."

Der Empfang im Kanzleramt stellt die selten im Rampenlicht stehenden Angehörigen von Bundeswehr und Polizei bewusst in den Mittelpunkt. Laut Merz und begleitenden Ministern ist die gesellschaftliche Verantwortung im Umgang mit Einsätzen im Ausland nicht nur politisches Geschäft, sondern eine Frage der Fürsorge und des Respekts gegenüber den Familien – ein Balanceakt, der jedes Mal neu bedacht werden muss. In Zeiten, in denen die internationalen Einsätze oft kontrovers diskutiert werden, dient ein solcher Austausch dazu, ein Zeichen zu setzen: Die Wertschätzung hört nicht an der Haustür der Einsatzkräfte auf. Ergänzend melden verschiedene Medien wie etwa "Spiegel" und "Süddeutsche", dass die aktuellen Auslandseinsätze vor neuen Herausforderungen stehen – darunter die veränderten geopolitischen Lagen und die wachsende Erwartungshaltung gegenüber deutschen Sicherheitstruppen. In Hintergrundberichten wird darauf hingewiesen, dass die politisch-militärischen Diskussionen rund um neue Einsatzmandate im Bundestag häufig mit großer Ernsthaftigkeit, aber gelegentlich auch unter enormem Zeitdruck geführt werden. Außerdem thematisieren neue Beiträge, wie sich Kommunikationsstrukturen und psychologische Begleitung für Familien verbessert haben, aber noch Lücken bestehen, gerade wenn es um langfristige Unterstützung und gesellschaftliche Anerkennung geht.

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