Vier Menschen, ein Ziel: Die Crew von Artemis 2 soll als erste seit mehr als einem halben Jahrhundert den Mond umrunden. Die Dokumentation gewährt einen seltenen Einblick ins Training von Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen – mitten im Alltag zwischen Simulatoren, Vorbereitung und Technikchecks. Was mich persönlich fasziniert: Diese Mischung aus Abenteuer und minutiöser Planung, irgendwo zwischen Atem anhalten und check-listenlastiger Routine. Die Doku zeigt auch, wie entscheidend deutsche Beteiligung ist: Das europäische Servicemodul, gebaut in Bremen, sorgt für Luft, Energie und Antrieb – quasi das Herzstück der Reise. Und in Thüringen? Dort tüftelt Jena-Optronik an winzigen Sternensensoren, die bei aller Hightech-Show fast schon unscheinbar sind, aber die Orientierung sichern – ohne die kein Mondflug, nirgends! Interessant ist die Frage, was die Astronauten innerlich antreibt. Es geht um mehr als technische Durchbrüche und wissenschaftlichen Fortschritt – viele berichten vom sogenannten Overview-Effekt: Der Blick auf die Erde aus dem All lässt alles relativieren und verändert Perspektiven nachhaltig. Neben der Doku liefert der MDR umfangreiche Berichterstattung, mit News, Hintergründen und Podcasts rund um Artemis 2. Alexander Gerst und Matthias Maurer stehen auch live Rede und Antwort – ein Rundumpaket für alle, die beim neuen Mondabenteuer nicht nur zuschauen, sondern wirklich dabei sein wollen.
Die ARD-Dokumentation „Artemis 2 – Zurück zum Mond“ stellt die Schlüsselrolle deutscher Technik in der US-Raumfahrtmission heraus: Das europäische Servicemodul von Airbus Bremen und die Sternsensoren von Jena-Optronik gewährleisten Funktion und Sicherheit der Kapsel. Der Film verwebt technische Hintergründe mit der persönlichen Perspektive der Crew, die nicht nur mit Risiko, sondern auch mit einem Bewusstseinswandel – dem Overview-Effekt – konfrontiert wird. Aktuelle Ergänzung: Artemis 2 bereitet die dauerhafte Präsenz von Menschen auf dem Mond vor und dient als Test für künftige Mondlandungen der Artemis-3-Mission. Neueste internationale Berichte betonen zudem die Relevanz internationaler Kooperation, nicht zuletzt, um den Ressourcenwettlauf auf fremden Himmelskörpern verantwortungsvoll zu gestalten. Deutsche Raumfahrtakteure mahnen Wettbewerbsfähigkeit und friedliche Nutzung des Alls an (vgl. Quellen unten).