Südtirols Unterstützung gibt Bayerns Yad Vashem-Bemühungen neuen Auftrieb

Mit einem klaren Signal gegen Antisemitismus stärkt der Südtiroler Landtag Bayerns Vorstoß, ein Yad Vashem-Bildungszentrum einzurichten. Der Antrag, initiiert von SVP-Politiker Harald Stauder und mit breiter Mehrheit verabschiedet, trägt die deutliche Handschrift bürgerschaftlicher Verantwortung. Bayerische Politiker wie Klaus Holetschek begrüßen die grenzüberschreitende Unterstützung, die den Wunsch nach einer lebendigen Erinnerungskultur spürbar macht.

heute 11:49 Uhr | 1 mal gelesen

Es ist fast schon bemerkenswert, wenn sich zwei Regionen, deren Zusammenarbeit bislang eher von Tourismus oder regionalen Interessen geprägt war, mit solch deutlicher Sprache gegenseitig den Rücken stärken. Klaus Holetschek, CSU-Fraktionschef im Bayerischen Landtag, zeigt sich begeistert vom positiven Echo aus Bozen: Der Austausch mit Harald Stauder, SVP-Fraktionschef in Südtirol, habe bereits im Dezember in Wien eine überraschend starke gemeinsame Basis offengelegt. Dass diese Kooperationsbereitschaft nun in einem politischen Beschluss mündet und weiter getragen wird, habe Signalwirkung – über Bayern und Südtirol hinaus. Holetschek sieht darin nicht nur eine Bestärkung für die bayerische Bewerbung um das Yad Vashem-Bildungszentrum, sondern auch ein Zeichen europäischer Solidarität im Kampf gegen Antisemitismus. Stauder wiederum unterstreicht, dass durch die Zusammenarbeit auch für die Schulbildung in Südtirol Chancen entstehen. Die Geschichte, so meint er, verlange nach gemeinsame Verantwortung, nicht nach Schweigen oder Wegschauen. Neben den moralischen Argumenten betonen beide die Bedeutung des Gedenkens als Brücke zwischen Gesellschaften und Generationen – und als Bollwerk gegen das Vergessen. Wer mehr wissen will, kann den vollständigen Antrag unter dem nachfolgenden Link einsehen: https://api-idap.landtag-bz.org/doc/IDAP_786732.pdf.

Der aktuelle Beschluss des Südtiroler Landtags, Bayerns Bewerbung um ein Yad Vashem-Bildungszentrum ausdrücklich zu unterstützen, sorgt in der politischen Landschaft für positive Resonanz. Die Initiative spiegelt eine wachsende länderübergreifende Bereitschaft wider, sich aktiv gegen Antisemitismus einzusetzen und neue Projekte im Bereich der Gedenk- und Bildungsarbeit anzustoßen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass sowohl in Bayern als auch in Südtirol daran gearbeitet wird, die Erinnerungskultur vor allem bei jungen Menschen zu stärken. Nach Recherche in aktuellen Medienberichten wird deutlich: Die Debatte rund um Gedenkstätten- und Bildungsarbeit ist derzeit in ganz Deutschland lebhaft. Jüngste Beiträge thematisieren etwa die Zunahme antisemitischer Vorfälle in mehreren Bundesländern, das Ringen um Erinnerungskultur in einer sich wandelnden Gesellschaft sowie die Bedeutung internationaler Partnerschaften für die Vermittlung demokratischer Werte. Außerdem wurde jüngst ein breiter Appell verschiedener Organisationen veröffentlicht, der mehr Engagement bei der Prävention von Hass und Diskriminierung im Bildungssystem fordert.

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