Der frisch gewählte Oberbürgermeister Dominik Krause setzt in München auf Zusammenarbeit statt Konfrontation, besonders mit Ministerpräsident Markus Söder. Er empfiehlt insbesondere mit Blick auf den Rückstand bei der Umsetzung eines queeren Aktionsplans mehr Initiative seitens Bayerns. Krause, selbst ehemaliger zweiter Bürgermeister, will seine Privatsphäre trotz seiner neuen Rolle schützen und sich in den sozialen Medien nicht ins Schaufenster stellen. Laut aktuellen Medienberichten (z. B. auf der Website der SZ und auf taz.de) sind die Beziehungen Münchens zur Landesregierung traditionell von politischer Rivalität geprägt – ein kooperativer Ansatz könnte also tatsächlich einen Stilbruch und einen neuen politischen Kurs andeuten. Interessant ist, dass erste Stimmen aus der Grünen-Fraktion bereits betonen, dass sie sich von Krause eine aktivere Rolle in landesweiten Themen wie Klimaschutz und Integration erwarten. Die Wahl von Krause wird in verschiedenen Medien außerdem in den Kontext der bundesweiten Schwäche der SPD gesetzt, wodurch sein Sieg als Signal für einen Richtungswechsel in Bayerns Kommunalpolitik interpretiert wird.