Nach etlichen Verhandlungsrunden steht nun fest: Die Gehälter in der deutschen Chemie- und Pharmabranche bleiben zunächst bis Ende 2026 stabil. Erst ab Januar 2027 gibt es 2,1 Prozent mehr Geld, ein Jahr später dann sogar nochmal 2,4 Prozent oben drauf. Fürs Erste also Ruhe im Karton – zumindest, was das liebe Geld angeht. Die Vereinbarung läuft bis Mai 2028. Interessant: Neben den üblichen Zahlen geht es dieses Mal auch ums große Ganze – Transformation, Demografie, irgendwie die Zukunft absichern. Der bisher bekannte Demografie-Tarifvertrag wird weiterentwickelt und trägt nun das Etikett 'Transformations-Tarifvertrag'. Für viele Unternehmen ist das eine kleine Erleichterungspause – genau das betont Matthias Bürk vom Arbeitgeberverband: Erst 2027 steigen die Löhne wirklich, sagt er, was in Krisenzeiten den Betrieben Luft verschaffen soll. Das gibt ihnen eine Art Fahrplan für die kommenden Jahre. Wer übrigens weniger mit der Krise zu tun hat – ja, die gibt's auch –, kann sogar drei Monate früher drauflegen. Aber dazu müssen erst die Betriebsparteien an einen Tisch, am Ende entscheidet letztlich aber doch der oder die Arbeitgeberin. Alltag in der deutschen Tarifpolitik: Kompromisse, kleine Auswege, und immer die Hoffnung, dass morgen alles ganz anders wird.
Mit dem neuen Tarifabschluss in der Chemie- und Pharmabranche erhalten die Beschäftigten ab 2027 moderate Lohnerhöhungen, während die Betriebe durch die lange Laufzeit mehr Planungssicherheit gewinnen. Besonders im Fokus der Verhandlung stand dieses Mal die Weiterentwicklung des Demografie-Tarifvertrags hin zu einem Transformations-Tarifvertrag, der neben dem demografischen Wandel auch die Klimawende, Digitalisierung und strukturelle Prozesse begleiten soll. Branchenweit wird diese Einigung als wichtiger Schritt gesehen, um auf die anhaltende Energiekrise, inflationsbedingte Unsicherheiten und den internationalen Wettbewerbsdruck flexibel reagieren zu können. Die IG BCE sieht im Abschluss einen Erfolg, da eine mögliche Nullrunde abgewendet wurde – auch wenn die Erhöhungen erst verzögert kommen. Laut Berichten in aktuellen Medien gilt die Vereinbarung als Signal für Stabilität im Sektor, der mit zahlreichen Herausforderungen kämpft, vom Fachkräftemangel bis zu Standortunsicherheiten.