Das Projekt in Arneburg (Sachsen-Anhalt) markiert Neoens Einstieg in den deutschen Batteriespeichermarkt und ist noch mitten in der Bauphase. Die Fertigstellung plant Neoen für 2026, während das Unternehmen von seinen Büros in Karlsruhe und Hamburg aus fleißig an einer ganzen Reihe weiterer Speicherprojekte tüftelt – mit ehrgeizigem Ziel, hierzulande groß rauszukommen. Weltweit hat Neoen bereits eine beeindruckende Speicherleistung von 2,7 GW/8,1 GWh (entweder aktiv oder im Aufbau). Uniper, mit Sitz in Düsseldorf und breiter, internationaler Aufstellung, sorgt derzeit in über 40 Ländern für Energie und ist besonders in Europa ein bedeutender Akteur, wenn es um flexible Versorgung und Handel mit Gas und Strom geht.
Was sagen die Chefs? Christophe de Branche von Neoen sieht in dem Deal einen Startschuss für eine stärkere Partnerschaft und hebt die solide Pipeline in Deutschland hervor, während Carsten Poppinga (Uniper) betont, dass dieses Batteriespeicher-Projekt Uniper neue Wege öffnet, den Strommarkt aktiv mitzugestalten und zu diversifizieren. Xavier Barbaro, CEO von Neoen, unterstreicht einmal mehr das globale Engagement seines Unternehmens für ausgeklügelte Großspeicherlösungen.
Noch kurz zur Vita von Neoen: Seit 2008 auf Wachstumskurs, mittlerweile mit Anlagen und Megaprojekten auf drei Kontinenten. Ziel: Bis 2030 zehn weitere Gigawatt ans Netz bringen. Eines der jüngsten Prestigeprojekte ist der Western Downs Green Power Hub in Australien – das verbindet gigantische Solarfelder mit noch größeren Batterien. Die Synergie zwischen Neoen und Uniper ist also kein Zufall, sondern konsequente Fortsetzung beider Strategien.
Der mehrjährige Tolling-Vertrag zwischen Neoen und Uniper ist ein weiteres Signal für die wachsende Rolle von Batteriespeichern in der deutschen Energiewende und am Strommarkt. Er spiegelt zugleich, wie sich internationale Akteure gezielt im deutschen Markt positionieren, um mit flexiblen Lösungen die Herausforderungen der schwankenden Einspeisung aus erneuerbaren Quellen abzufangen. Laut einem aktuellen Artikel der Süddeutschen Zeitung steigt die Bedeutung von Speichern rasant an, besonders im Kontext von Photovoltaik-Ausbau und Netzstabilität (Quelle: https://www.sueddeutsche.de). Die taz berichtet zudem, dass der politische Rückenwind für solche Projekte wächst, da der Gesetzgeber Batteriespeicher stärker fördert und Genehmigungsprozesse zunehmend entschlackt werden (Quelle: https://taz.de). Spiegel Online weist darauf hin, dass internationale Kooperationen wie zwischen Neoen und Uniper als Vorbild funktionieren, um Technologie und Know-how gezielt in den deutschen Markt zu bringen und Engpässe beim Netzausbau zu überbrücken (Quelle: https://www.spiegel.de). Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nicht nur die technischen Kapazitäten, sondern auch regulatorische und wirtschaftliche Anreize gerade eine Art „Schubumkehr“ für den Energiespeichermarkt bewirken – mit offenem Ausgang.