Neuer Vorstand beim Sparda-Banken-Verband: Heiko Hunkel übernimmt von Uwe Sterz

Frankfurt – Wechsel an der Spitze: Am heutigen Tag hat Heiko Hunkel (52) das Amt als Vorstand des Verbandes der Sparda-Banken e.V. übernommen. Der erfahrene Wirtschaftsprüfer und Steuerberater folgt damit auf Uwe Sterz, der mit Ende Mai 2026 in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist. An der Seite von Vorstandsvorsitzendem Florian Rentsch bildet Hunkel ab sofort das neue Führungsduo.

heute 11:22 Uhr | 1 mal gelesen

Der Verband der Sparda-Banken hat einen alten Bekannten an die Spitze geholt: Heiko Hunkel ist schon seit 2013 im Verband aktiv und kennt die Strukturen des Hauses wie seine Westentasche. Seine Karriere begann beim Prüfungsdienst, dort hat Hunkel die Weichen für zahlreiche Veränderungen innerhalb der Sparda-Gruppe gestellt – eine gewisse Handschrift lässt sich nicht leugnen. Die Mitglieder hatten ihn bereits 2023 einhellig ins Vorstandsteam gewählt – ein Vertrauensbeweis sondergleichen. Florian Rentsch, Vorstandsvorsitzender des Verbandes, macht keinen Hehl daraus, dass die Wahl auf Hunkel für ihn eine ideale Lösung darstellt: 'Mit Heiko Hunkel bekommen wir nicht nur einen Fachmann, sondern auch einen Menschen, der im Sparda-Kosmos tief verwurzelt ist.' Eine gewisse Bodenständigkeit und das richtige Maß an Weitblick zeichnen diesen Wechsel aus. Gleichzeitig nimmt der Verband Abschied von Uwe Sterz, der seit 2012 als Vorstand aktiv war und etliche Jahre federführend die strategische Entwicklung geprägt hat. Sterz war selbst im Prüfungswesen zuhause, sein Engagement und seine sachliche Verlässlichkeit werden im Verband zukünftig wohl fehlen – wobei, manchmal ist ein Neuanfang ja auch ein Katalysator für frische Ideen. Was Hunkels Lebenslauf angeht: Ausbildung zum Bankkaufmann, darauf BWL-Studium an der Goethe-Uni in Frankfurt. Danach ein längerer Abschnitt bei Ernst & Young im Bankenbereich – Banken, die er geprüft hat, dürften Hunkels grünen Daumen kennen. 2005 kam der Steuerberater, 2007 der Wirtschaftsprüfer-Titel obendrauf. Der Verband der Sparda-Banken e.V. ist eigentlich so etwas wie der Notar und Anwalt der Gruppe: Er prüft, lenkt, berät und vertritt die Interessen nach außen. Hinter der Organisation stehen elf eigenständige Sparda-Banken, zusammen kommen sie auf fast vier Millionen Kunden und gehören zu den Schwergewichten im Privatkundengeschäft. Dazu Mitglied in der großen Familie der genossenschaftlichen Bankenlandschaft.

Der Wechsel im Vorstand der Sparda-Banken steht beispielhaft für Kontinuität, aber auch für vorsichtige Neuerung in einem Bereich, der oft als wenig wandlungsfreudig gilt. Heiko Hunkel bringt profundes Wissen aus dem Inneren des Verbandes und der Bankenprüfung mit. In aktuellen Meldungen in der deutschen Bankenlandschaft zeichnet sich ab, dass viele Institute angesichts Digitalisierung, wachsender Regulatorik und geänderten Kundenbedürfnissen zunehmend auf erfahrene interne Kandidaten für Vorstandsposten setzen, um Transformationsprozesse mit Rückhalt aus den eigenen Reihen zu stemmen. Hunkel muss sich künftig auch dem Branchendruck stellen: Anhaltende Zinsunsicherheiten, Filialschließungen, Personalabbau und die Transformation hin zur stärkeren Digitalisierung der Kundenschnittstellen stehen im Fokus. Laut mehreren aktuellen Medienberichten setzen die Banken in Deutschland zudem verstärkt auf Kooperationen und plädieren für mehr Flexibilität im Umgang mit regulatorischen Vorgaben. Die Transformation der Bankenlandschaft bleibt ein zentrales Thema, bei dem der Sparda-Banken-Verband eine aktive, mitgestaltende Rolle beansprucht.

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