Ist schon witzig, wie viel Kreativität entstehen kann, wenn sich Menschen aus so unterschiedlichen Winkeln Europas zusammentun. Die öffentlich-rechtliche Initiative New8 macht genau das: Schweden, Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Flandern, Niederlande und Deutschland reichen sich die Produktionshand und schieben regelmäßig neue Serienprojekte an, diesmal ganze acht Stück. Klar sein dürfte: Diversität bleibt hier mehr als ein Schlagwort, schließlich spiegeln diese Serien gesellschaftliche Realitäten wider, die nicht an Landesgrenzen haltmachen. Das ZDF übernimmt – wie schon zuvor – bei zwei Serien das Steuer: Es bringt „PUSH“, eine Serie über die rauen und oft verschwiegenen Seiten des Elternwerdens, in Form neuer Folgen zurück. Auch die neue Dramedy „Recipes For a Nervous Breakdown“ bereichert das Angebot: Eine junge Frau, Claire, verliert sich nicht nur in Partyexzessen, sondern kämpft sich auch zurück ins Leben – zwischen Backrezepten, Social-Media-Experimenten und psychischen Grenzerfahrungen. Produziert wird die Serie von Deadpan Pictures mit Partnern. Auf welcher Streaming-Plattform das alles läuft? ZDFmediathek und ZDFneo in Deutschland, so viel ist klar. Persönlich finde ich solche europäischen Allianzen immer reizvoll, weil sie es schaffen, sehr eigenwillige, bisweilen auch sperrige Geschichten zu erzählen – abseits von Fließband-Ästhetik. Und ja: Hinter diesen Serien stecken Menschen, die wissen, dass auch vermeintlich kleine Dramen das große Ganze bewegen können.
Die New8-Koproduktionsallianz bekräftigt mit ihrer jüngsten Serienauswahl ihre Bedeutung für die europäische Serienlandschaft. Laut ZDF und Partnern sollen die neuen Projekte, darunter die zweite Staffel von „PUSH“ und „Recipes For a Nervous Breakdown“, gesellschaftlich relevante Themen wie Mutterschaft, psychische Gesundheit und alltägliche Herausforderungen jugendlicher Lebenswelten aufgreifen. Weitere Recherchen zeigen, dass Serien wie diese zunehmend internationale Erfolge feiern; gerade das Konzept, kreative und finanzielle Ressourcen grenzübergreifend zu bündeln, gilt als Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit im globalen Markt. Beispielsweise hebt die Süddeutsche hervor, dass die europäische Serienindustrie im Umbruch stecke und kleine Sender durch Allianzen wie New8 künftig vermehrt Gewicht bekommen. Auch wurde in aktuellen Artikeln das steigende Interesse am Austausch von Produktionswissen betont. Gleichzeitig wird aber auch kritisch angemerkt, dass es eine Herausforderung bleibe, das unterschiedliche Publikum unter einen Hut zu bringen – von nordischer Melancholie bis westeuropäischer Dramedy. Man ist also gespannt, wie Deutschland, Skandinavien & Co. in Zukunft gemeinsam Geschichten erzählen.