Paderborns Offensivdrang überrollt Hertha – Spektakuläres 5:2 in der 2. Liga

Ein Torreigen von Paderborn sorgt am 23. Spieltag für lange Gesichter bei Hertha BSC, der Verein aus Ostwestfalen lässt den Berlinern kaum Luft zum Atmen.

heute 15:52 Uhr | 7 mal gelesen

Es gibt Fußballabende, an denen stimmt einfach alles für einen Gastgeber. So einen hatte der SC Paderborn gegen Hertha BSC, denn die Truppe von Lukas Kwasniok gab von Anfang an den Ton an. Schon nach sieben Minuten zappelte der Ball im Netz der Berliner – Sebastian Klaas zeigte, dass Paderborn hellwach war. Und dann? Die Berliner fanden eigentlich zu keiner Zeit wirklich zu sich, Paderborn erhöhte mühelos durch Scheller in der 20. Minute und Bätzner kurz vor der Pause. Hertha durfte noch durch Schuler kurz Hoffnung schöpfen, aber ehrlich gesagt – diese Hoffnung hielt ungefähr so lange wie der letzte Wintereinbruch im März. Nach der Halbzeit blieb’s munter: Paderborn ließ nicht locker und schraubte den Spielstand erst per Elfmeter (Baur, 65.) und gleich darauf durch Obermair noch weiter hoch. Brekalos Tor schmeichelte den Gästen eher als dass es noch etwas änderte. Am Ende ein 5:2, das auf Seiten der Ostwestfalen niemand so schnell vergessen dürfte, während Hertha sich wohl einige Fragen stellen muss, wie so viel Defensivchaos entstehen konnte. Tabelle? Paderborn springt auf Platz vier, Hertha dümpelt jetzt auf Rang sieben herum. Kommendes Wochenende warten mit Kaiserslautern und Nürnberg schon die nächsten Aufgaben. Ach ja, falls man wissen will, wie es in den anderen Sonntags-Partien lief: Münster verliert gegen die Roten Teufel knapp, Hannover und Dynamo teilen sich schiedlich-friedlich die Punkte.

SC Paderborn lieferte sich mit Hertha BSC ein intensives Offensivspektakel und fuhr am Sonntag einen überzeugenden 5:2-Heimsieg ein, der sie auf Rang vier katapultiert. Besonders bemerkenswert war das druckvolle Spiel der Paderborner, die bereits zur Halbzeit klar führten und auch nach der Pause schnörkellos nachlegten – Herthas Defensive präsentierte sich äußerst anfällig und offenbarte etliche Lücken. In den Medien wurde nach dem Spiel besonders Paderborns mutiges Pressing hervorgehoben, während auf Berliner Seite Fragen nach der Widerstandsfähigkeit der Mannschaft laut werden – ein Beleg für die Unwägbarkeiten der zweiten Liga in dieser Saison.

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