Photovoltaik: Das unterschätzte Risiko für Unternehmen – Daniel Pölzlbauer über echte Wirtschaftlichkeit fernab von Illusionen

Aspang – Viele Betriebe im Mittelstand wähnen sich sicher, sobald ein paar Solarpanels montiert und Effizienzmaßnahmen abgehakt sind. Aber diese gefühlte Kontrolle entpuppt sich als trügerisch: Explodierende Netzentgelte, straffe Vorgaben und fundamentale Denkfehler bringen vermeintlich rentable Modelle ins Wanken. Daniel Pölzlbauer, Kopf der EPP GmbH, bringt die unbequemen Wahrheiten ans Licht und zeigt, worauf es für nachhaltigen Erfolg wirklich ankommt – und warum viele Investitionen im Solarbereich sich gerade erst als Fehlgriff entpuppen.

heute 10:47 Uhr | 2 mal gelesen

Energie scheint für viele mittelständische Unternehmen ein gelöstes Kapitel zu sein: PV-Anlage? Check. Förderungen gelöst? Check. Doch das Sicherheitsgefühl ist oft nicht mehr als ein Placebo. Zwischen steigenden Netzentgelten, unerwarteten Lastspitzen und zunehmend strengeren Vorschriften merken selbst Pioniere der Solarwende, dass ihr Geschäftsmodell gefährlich ins Taumeln geraten kann. Daniel Pölzlbauer warnt aus Erfahrung: Strom aus der eigenen PV-Anlage mag in Kilowatt gemessen ordentlich klingen, doch die entscheidenden Kosten liegen oft versteckt. Der Großteil der Ausgaben entfällt auf Netzentgelte, Steuern und Fixkosten – und das wird in klassischen Kalkulationen gern ausgeblendet. Gerade produzierende Betriebe mit schwankenden Energiemustern werden von diesen vermeintlichen Nebenkosten regelrecht überrascht. Eine falsch konzipierte PV-Anlage hilft da wenig. Dazu kommt zusätzlicher Druck aus Brüssel: ESG-Kriterien, CSRD, RED III, Lieferkettengesetz und mehr – der regulatorische Tsunami rollt heran, und Förderungen werden sparsam. Noch schlimmer: Mit dem Auslaufen chinesischer Subventionen werden die Preise für Technik tendenziell wieder steigen. Der eigentliche Fehler, so Pölzlbauer, sind Schnellschüsse ohne Gesamtstrategie. Wer die PV nur ans Netz hängt, ohne den Prozess, die Infrastruktur und die Langfristziele mitzudenken, steuert direkt auf die nächste Kostenfalle zu. Ohne umfassende Lastdatenauswertung, richtige Speicher- und Steuerungsauslegung und Blick für zukünftige Vorschriften ist die vermeintliche Wirtschaftlichkeit früher oder später dahin. Echte Rentabilität, argumentiert er, entsteht aus einer systemischen, standortbezogenen Energieentscheidung – integriert, langfristig, prozessorientiert. EPP GmbH setzt – anders als viele Billiganbieter – auf gründliche Analyse und langfristige Begleitung statt schneller Lösungen. Das bedeutet: belastbare Daten, Transparenz in der Planung, glaubwürdige Finanzmodelle und Betreuung auch nach dem Einbau. Oft entlastet das die Managementebene erheblich, weil die eigentliche Komplexität im Hintergrund professionell gesteuert wird. Echte Gewinner sind also die Unternehmen, die Energie als strategische Komponente verstehen, nicht als Nebenprojekt. Wer diesen Weg konsequent geht, profitiert am Ende mehrfach – mit kalkulierbaren Kosten, erfüllten ESG-Zielen und einem echten Wettbewerbsvorteil. Es bleibt dabei: Photovoltaik muss systemisch gedacht werden. Nur dann wird sie zur Zukunftssicherung, nicht zum teuren Hobby.

Photovoltaik gilt in vielen Unternehmen als schnelle Lösung, birgt aber erhebliche Fallstricke, wenn sie isoliert betrachtet wird. Die Hauptkosten liegen heute seltener im Strompreis, sondern in Netzentgelten, Lastspitzen und gesetzlichen Auflagen. Daniel Pölzlbauer von der EPP GmbH plädiert für eine ganzheitliche Strategie, bei der Energie als dauerhaftes Unternehmensprojekt gesehen wird. Aktuelle Informationen zeigen, dass der Photovoltaik-Ausbau in Deutschland weiter boomt: Die Bundesregierung möchte bis 2030 den PV-Anteil deutlich steigern und Innovationen wie Agri-Photovoltaik fördern, um Flächenkonflikte zu entschärfen. Dabei geraten Unternehmen zunehmend unter Druck, nicht nur dezentrale Energie zu erzeugen, sondern auch ESG-Vorgaben, Lieferketten-Transparenz und Netzdienste zu erfüllen. Zudem steht der Markt vor Herausforderungen wie sinkender Einspeisevergütung, teurer werdender Technik (ab 2026 keine chinesischen Preisdämpfer mehr), Wegfall von Förderungen und einem wachsenden Qualitätsgefälle beim Anbieterportfolio. Nur Unternehmen, die diese Dynamik strategisch einbinden, also Photovoltaik gemeinsam mit Speicher, Steuerung, Netzarchitektur und Compliance denken, können langfristig profitieren und Kosten stabilisieren.

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