LADM selbst, spezialisiert auf mittelständische Mandanten, bleibt eigenständig und nutzt künftig die technische Plattform und das internationale Netzwerk der PIA. Klaus Aymans, Partner von LADM, betrachtet die neue Allianz als Sprungbrett zu mehr grenzüberschreitender Beratung, insbesondere zwischen den Niederlanden und Deutschland. 'Die PIA Group tickt wie wir: Ausrichtung auf Mittelstand, Wertschätzung regionaler Identität,' sagt er.
Für die LADM-Belegschaft eröffnet die Zusammenarbeit neue Perspektiven: mehr internationale Projekte, bessere Fortbildungsmöglichkeiten und Zugang zu technischen Ressourcen.
PIA wurde 2012 als Familieninitiative gegründet und ist stetig gewachsen – mittlerweile beschäftigt die Gruppe europaweit über 3.500 Menschen. Die Strategie: Juristische und steuerliche Beratung auf hohem Niveau, unternehmerischer Geist und lokale Verwurzelung werden verbunden. Partnerkanzleien behalten ihre Namen, profitieren aber zugleich von Synergien auf IT-, Wissens- und Humankapital-Ebene. Besonders angesichts zunehmender Digitalisierung und regulatorischer Anforderungen setzt PIA auf gemeinsame Technologien, Ausbildung und den Austausch.
Ewout Brouwers, Mitgründer, beschreibt die Philosophie als 'Flotte unabhängiger Schnellboote – selbstständig, aber vereint.' Wer mehr wissen will: Die PIA Group steht für langfristige Entwicklung, unterstützt von dem belgischen Family-Office Baltisse.
Die belgische PIA Group steigt durch eine Partnerschaft mit LADM in den deutschen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsmarkt ein und setzt auf ein Modell, das regionale Eigenständigkeit und internationale Skalierung vereint. Das Ziel ist ehrgeizig: Bis 2027 sollen deutschlandweit mehr als 1.000 Beschäftigte tätig sein, wobei die Integration moderner Technologien und Weiterbildungsoptionen eine bedeutende Rolle spielt. In einer Branche, die sich durch Digitalisierung, wachsende Regulatorik und Fachkräftemangel im Umbruch befindet, setzt PIA auf Synergien, internationale Expertise und einen Mittelstandsfokus.
Aktuell berichtet die Handelsblatt, dass gerade in Nordrhein-Westfalen viele Beratungsunternehmen ihre Digitalstrategien massiv ausweiten und nach Allianzen suchen, um technische Rückstände aufzuholen und neue Märkte zu erschließen. Das Spiegel Magazin hebt hervor, dass durch den anhaltenden Fachkräftemangel insbesondere grenzüberschreitende Projekte boomen und internationale Kooperationsmodelle zunehmen. Laut FAZ stehen viele mittelständische deutsche Beratungshäuser vor der Herausforderung, technologische und regulatorische Anpassungen zu schaffen und greifen verstärkt auf Partnerschaften zurück, um am internationalen Markt bestehen zu können.