Karin Prien fordert Nachbesserungen an der EU-Entgelttransparenzrichtlinie, die mehr Offenheit über Löhne bringen und damit Gehaltsunterschiede verringern soll. Sie kritisiert den drohenden bürokratischen Aufwand und befürchtet, dass die Ziele der Richtlinie ohne realistische Anpassungen den Betrieben eher zusätzliche Hürden als echte Verbesserungen bringen würden. Laut aktuellen Medienberichten (Juni 2024) gab es jüngst verstärkte Kritik aus mehreren EU-Ländern, weil besonders mittelständische Unternehmen eine unverhältnismäßige Belastung erwarten, gleichzeitig besteht aber breiter Konsens im Europäischen Parlament, dass mehr Gehaltstransparenz ein wirksames Mittel gegen den Gender-Pay-Gap sein kann – in Deutschland verdienen Frauen im Schnitt weiterhin 18% weniger als Männer. Ergänzende Details: Die Lohntransparenzrichtlinie der EU wurde im Frühjahr 2024 endgültig beschlossen und soll Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden verpflichten, Löhne offenzulegen und Gehaltsunterschiede zu begründen. Unternehmen, die nachweislich ungerechtfertigte Lohnunterschiede aufweisen, könnten künftig mit Sanktionen rechnen. Viele deutsche Arbeitgeberverbände warnen jedoch vor einem "Bürokratie-Tsunami", während das Europäische Parlament betont, dass nur mit Offenheit echte Gleichstellung entstehen kann.
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