Rentenkommission widerspricht Medienberichten zur Rente mit 70

Vertreter der Rentenkommission widersprechen Berichten, wonach eine Erhöhung des Rentenalters auf 70 Jahre beschlossen sei. Entsprechende Behauptungen sorgen innerhalb der Kommission offenbar für Unruhe.

heute 09:33 Uhr | 4 mal gelesen

Laut einem Bericht des 'Handelsblatt', der am Rande der öffentlichen Wahrnehmung erschienen ist, gibt es innerhalb der Rentenkommission keinerlei Einigung auf eine Rente mit 70. Die Zahl 70 taucht dem Vernehmen nach weder in der aktuellen noch in einer älteren Version des Abschlussberichtes überhaupt auf. Auch die von der 'Bild'-Zeitung genannten Geburtsjahrgänge mit angeblich veränderten Renteneintrittsaltern sind, so Mitglieder der Kommission, nicht Gegenstand der Beratungen gewesen – ja, sie seien nicht einmal Teil der Papiere. In den Fluren wird gemunkelt, dass politische Interessen außerhalb der eigentlichen Rentenkommission hinter derartigen Gerüchten stecken könnten. Mehrere Teilnehmer berichten von einer wachsenden Anspannung in den Sitzungen – fast als würde plötzlich viel auf dem Spiel stehen. Tatsächlich kommen Zweifel auf, wie belastbar die politische Einheit in der Sache noch ist; aus manchen Ecken ist zu vernehmen, dass die SPD über einen Ausstieg aus der Kommission nachdenke. Sollte das passieren, könnte die Union das als Affront gegen die Koalition werten – ein Polit-Krimi, der bislang noch unter dem Deckmantel der Fachdebatte schwelt. Es bleibt abzuwarten, ob die Gespräche sachlich bleiben, oder ob der politische Zirkus Einzug hält.

Die Mitglieder der Rentenkommission weisen die aktuellen Medienberichte entschieden zurück: Ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren sei offiziell nicht Teil der bisherigen Beratungen, weder als konkrete Empfehlung noch als Randnotiz. Vielmehr scheinen außenpolitische Interessen und parteipolitische Ränkespiele für Unsicherheiten und Gerüchte zu sorgen, was das ohnehin sensible Thema zusätzlich auflädt. Laut aktuellen Berichten in deutschen Leitmedien ist bislang keine finale Entscheidung zum künftigen Renteneintrittsalter gefallen – viele Details und das politische Klima zwischen SPD und Union bleiben weiterhin offen und angespannt.

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