Was zunächst wie eine weitere Zahl zum Wirtschaftsgeschehen klingt, sorgt in vielen Chefetagen doch für Stirnrunzeln. Nach Überarbeitung der Zahlen für Dezember zeigt sich, dass die Produktion damals um 1,0 Prozent zurückging – etwas weniger stark als zunächst vermutet wurde. Blickt man ein Jahr zurück, liegt die Produktion im Januar 2026 um 1,2 Prozent unter dem Wert von Januar 2025. Besonders heftig erwischte es diesmal die Herstellung von Metallerzeugnissen, die gleich um 12,4 Prozent einbrach. Fast ebenso drastisch ging es in der Pharmaindustrie sowie bei elektronischen und optischen Geräten bergab. Im Gegensatz dazu sprang die Energieerzeugung überraschend deutlich an – hier scheint das kalte Winterwetter einen direkten Einfluss genommen zu haben. Etwas paradox vielleicht: Während Eis und Frost für mehr Energiebedarf sorgten, bremsten sie gleichzeitig den Tiefbau aus. Trotz dieses Einbruchs im Tiefbau stieg die Bauproduktion insgesamt, was man auch nicht sofort erwarten würde. Die Kernindustrie, also produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe, rutschte im Januar um 2,5 Prozent ab. Besonders Konsum- und Vorleistungsgüter schwächelten. Und wer glaubt, die besonders energiehungrigen Branchen hätten sich stabilisiert, irrt: Auch hier zeigt die Kurve nach unten. Verglichen mit dem Jahr davor ist dort die Produktion um 4,3 Prozent abgesackt. Es zeigt sich insgesamt: Hinter all den Zahlen verbergen sich teils sehr unterschiedliche Entwicklungen – Hoffnungsschimmer, aber auch mahnende Rückgänge.
Im Januar 2026 musste die deutsche Industrie erneut einen Rückgang der Produktion hinnehmen, wobei einzelne Branchen besonders stark betroffen waren: Der Absturz in der Herstellung von Metallerzeugnissen und in der Pharmaindustrie markiert einen auffälligen Tiefpunkt. Zwischen November 2025 und Januar 2026 konnten allerdings leichte Zuwächse verbucht werden, was zeigt, dass die Schwächephase nicht durchgängig ist. Verschärfend wirken nach wie vor hohe Energiepreise, Lieferkettenprobleme und Unsicherheiten im globalen Handel, wie mehrere aktuelle Berichte aus Wirtschaft und Politik betonen. Ausführlich befasst sich das Handelsblatt am 6. Juni 2024 mit den Herausforderungen durch Fachkräftemangel und gestiegene Finanzierungskosten, die Investitionen in der Industrie erschweren. Die FAZ schildert fast zeitgleich eine sich abschwächende Investitionsdynamik im Maschinenbau, während die Süddeutsche Zeitung auf aktuelle Warnungen des Bundeswirtschaftsministeriums vor Rezessionsgefahren eingeht. Der leichte Anstieg in der Energieproduktion im Januar wird von Experten teils als wetterbedingtes Strohfeuer gewertet; nachhaltig positive Trends könnten aber angesichts sinkender Neuaufträge und schleppender Exporte ausbleiben.