Rund 200 Milliarden Euro an neuen Schulden, fast komplett für Rüstung und eine grundlegende Militarisierung in Deutschland – für Wagenknecht ist das ein verheerendes Signal. Sie äußerte sich gegenüber der 'Welt' und sprach von einem haushaltspolitischen Desaster, das wie eine Abrissbirne auf die Zukunft des Landes einwirke. Das Kabinett, unter Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz, will den Haushaltsentwurf am Mittwoch durchwinken. Die finale Entscheidung liegt aber beim Bundestag. Besonders die jährlich um 50 Milliarden gestiegenen Zinsausgaben unter Merz seien laut Wagenknecht ein Symbol für verantwortungslose Finanzpolitik. Sie wirft Merz vor, Steuergelder regelrecht zu verbrennen, nachdem dieser zuvor eine Haushaltspolitik ohne neue Steuern und Schulden versprochen hatte. Für Wagenknecht steht fest: 'Merz wird als Kanzler, der das Land in einen Abwärtsstrudel führte, in Erinnerung bleiben.' Überdies nahm sie seine Regierung mit Klingbeil in die Pflicht und bewertete sie als noch weniger kompetent als deren Vorgänger – was man kaum für möglich gehalten hätte.
Sahra Wagenknecht lehnt den Entwurf des Bundeshaushalts 2027 vehement ab. Sie wirft der Regierung um Kanzler Merz eine beispiellose Förderung von Aufrüstung und Staatsverschuldung vor. Nach jüngsten Berichten wird aktuell in der Ampel-Koalition um kontroverse Haushaltsposten gerungen – die hohe Verschuldung und der wachsende Verteidigungshaushalt stehen stark in der öffentlichen Diskussion. Neuere Analysen, darunter vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, warnen vor strukturellen Risiken durch dauerhaft hohe Militärausgaben. Gleichzeitig verteidigt die Regierung das Vorgehen mit dem Verweis auf internationale Verpflichtungen und die aktuelle sicherheitspolitische Lage – und nicht nur Sahra Wagenknecht, sondern auch Vertreter anderer Parteien fordern eine grundlegende Überarbeitung des Entwurfs. Die Aufrüstung stößt in der Bevölkerung zunehmend auf Skepsis, insbesondere da soziale Investitionen auf der Strecke bleiben.