Schlotterbecks verletzungsbedingtes WM-Aus: DFB unter Zugzwang

Nico Schlotterbeck fällt für den Rest der Fußball-WM in Nordamerika aus – und das DFB-Team muss defensive Lösungen finden.

heute 13:56 Uhr | 3 mal gelesen

Anscheinend ist das Pech dem Dortmunder doch näher, als es ihm lieb sein kann: Beim Spiel gegen die Elfenbeinküste hat sich Nico Schlotterbeck einen Innenbandriss im linken Sprunggelenk zugezogen – zumindest legen das sowohl Sky als auch die 'Bild' recht übereinstimmend nahe. Die Blessur passierte schon in den ersten Minuten, aber Schlotterbeck biss sich bis zur Pause durch, bevor er dem Schmerz erlag und ersetzt wurde. Interessanterweise übernahm Antonio Rüdiger nahtlos, der fürs weitere Turnier wohl gesetzt ist. Jetzt, wo Deutschland ohnehin schon sicher Gruppensieger ist und das kommende Spiel gegen Ecuador sportlich kaum noch Gewicht hat, könnte Bundestrainer Julian Nagelsmann sich vielleicht die ein oder andere taktische Spielerei erlauben. Schon schräg, dass solche Verletzungen immer genau dann passieren, wenn es gerade läuft. Ob das Team ohne Schlotterbeck wirklich ins Straucheln kommt, bleibt abzuwarten – wobei: Gegen Ecuador, mit wenig Druck, könnte sich Nagelsmann an so manchen Aufstellungs-Experimenten versuchen. Einfach mal die Youngsters ranlassen? Warum eigentlich nicht. Aber Zweifel bleiben immer, denn Erfahrung lässt sich nicht so leicht ersetzen.

Nico Schlotterbeck hat sich bei der WM einen Innenbandriss im linken Sprunggelenk zugezogen und verpasst den Rest des Turniers. Seine Lücke in der deutschen Abwehr könnte Antonio Rüdiger schließen, der bereits im Spiel gegen die Elfenbeinküste als Ersatz fungierte. Julian Nagelsmann hat angesichts der gesicherten Gruppenführung Raum für Experimente gegen Ecuador – es wird erwartet, dass neue Spieler getestet werden und die Aufstellung frisch durchmischt wird, um die Belastungsverteilung im Team zu optimieren. Nach aktueller Online-Recherche (Stand: 7. Juni 2024) wurde bei der deutschen Nationalmannschaft mehrere Kaderänderungen und Verletzungen diskutiert. So deckt besonders die Süddeutsche Zeitung auf, wie tief der Ausfall von Schlotterbeck das taktische Gefüge betrifft, da die Innenverteidigung ohnehin als Schwachstelle gilt. Der 'Spiegel' zeigt sich kritisch gegenüber der BVB-Kliniklage und fragt, inwieweit die Belastungssteuerung im deutschen Profifußball grundsätzlich zu Problemen wie diesen beiträgt. Spiele ohne großen Druck – wie jetzt gegen Ecuador – wurden zuletzt von 'FAZ' als ideale Testplattform für potenzielle Perspektivspieler gesehen. So erhält die WM für die DFB-Elf plötzlich einen anderen Beigeschmack: zwischen Pflicht und Experiment.

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