Schneller als gedacht: Deutsche NATO-Brigade in Litauen macht Tempo

Litauens Verteidigungsminister Robertas Kaunas spricht von rasanten Fortschritten beim Aufbau der geplanten deutschen Brigade. Die Stationierung der rund 5.000 Bundeswehrsoldaten könnte noch schneller abgeschlossen sein als ursprünglich geplant.

heute 02:02 Uhr | 2 mal gelesen

Manchmal läuft’s eben nicht nur nach, sondern sogar vor dem Plan – ein seltenes Phänomen, gerade wenn man an Großprojekte in Europa denkt. Doch zur Überraschung vieler vermeldet Litauen, dass beim Aufbau der deutschen Brigade erstaunlich zügig gearbeitet wird. Schon jetzt, so betont Verteidigungsminister Kaunas gegenüber der 'Welt', habe das Vorhaben beim Infrastrukturausbau einen Vorsprung von rund zehn Monaten im Vergleich zum ursprünglichen Zeitplan. Das lässt tatsächlich hoffen, dass die zweite Ausbaustufe deutlich früher loslegen kann. Dieser zügige Fortschritt markiert gleichzeitig eine neue Qualität der deutsch-litauischen Zusammenarbeit. Und auch politisch ist das Ganze brisant: Immerhin soll die Brigade ein zentraler Baustein der NATO-Ostflanke werden – eine Art Muskelspiel in sehr ernsten Zeiten. Am Montag, ziemlich symbolträchtig, führen Kaunas und sein deutscher Kollege Pistorius das Ganze bei der Großübung 'Freedom Shield' vor: Mehrere Tausend Soldaten, viele hundert Fahrzeuge, acht Nationen. Unter Leitung des deutschen Brigadegenerals Christian Huber geht es in Pabrade also um mehr als nur Manöver – es soll auch Abschreckung demonstriert werden. Interessant ist, wie konkret die Pläne jetzt schon sind: Im kommenden Herbst sollen die deutschen Soldaten ihr Lager in Rudnikai aufschlagen, und zwar samt Familien. Das klingt fast nach einem dauerhaften Zuhause – und ist es wohl auch gemeint. Spätestens Ende 2027, vielleicht sogar früher, soll die Brigade vollständig ausgestattet und einsatzbereit sein. In Litauen, am Rande Europas, sieht man das als enormes Sicherheitsplus.

Litauen und Deutschland treiben den Aufbau der geplanten NATO-Brigade rapide voran und überholen dabei locker den eigenen Zeitplan, wie Verteidigungsminister Kaunas betont. Die schnelle Fertigstellung der Infrastruktur macht einen früheren Start der zweiten Phase möglich. Vorausblickend teilen beide Staaten das Ziel, die Brigade spätestens Ende 2027 komplett einsatzbereit zu haben, was für die Sicherheitsarchitektur der NATO-Ostflanke eine gewichtige Rolle spielt. Recherche-Update: In den letzten 48 Stunden betonten mehrere Medien die wachsende Bedeutung militärischer Präsenz in Osteuropa. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung werden zusätzliche Truppenverlegungen als Abschreckung gegen russische Aggressionen und als Zeichen der Bündnistreue gewertet. Die Zeit hebt die familiären und sozialen Herausforderungen für die Soldaten in Litauen hervor, während die FAZ ausführlich auf die logistischen Mammutaufgaben – von Unterkünften bis zu Infrastruktur – eingeht.

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