Schweizer Mannschaft besiegt Bosnien-Herzegowina mit klarem 4:1 bei der Fußball-WM

Donnerstagabend, Inglewood: Die Schweiz trumpft im zweiten WM-Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina auf und sichert sich mit einem souveränen 4:1-Sieg nicht nur drei Punkte, sondern auch frischen Mut nach dem Fehlstart gegen Katar. Trainer Murat Yakins Team zeigte eine deutlich aktivere und entschlossenere Leistung.

18.06.26 23:23 Uhr | 3 mal gelesen

Gleich von Beginn an machte die Schweiz ordentlich Dampf, vor allem über ihre linke Angriffsseite – das ist übrigens häufig ein unterschätzter Aspekt, wie oft gerade über diese Flügel Schwung aufkommt. Zwar fehlte es in der Anfangsphase ein paar Mal am entscheidenden Feinschliff, besonders Ndoye und Freuler kamen mehrfach gefährlich nah vors Tor, doch irgendwie landete der Ball immer wieder im Niemandsland. Bosnien-Herzegowina hingegen – fast schon ängstlich und hinten festgenagelt – versuchte über vereinzelte Konter Nadelstiche zu setzen; Kolasinac scheiterte aber nach einem schnellen Zusammenspiel mit Demirovic an einem Bein dazwischen.

Nach dem Seitenwechsel ging das mühsame Ringen weiter, wobei die Schweizer zwar dominant blieben, aber Bosniens Keeper Vasilj öfter mal mit sehenswerten Paraden ins Rampenlicht rückte. Besonders Ndoyes Fallrückzieher bleibt im Gedächtnis – wäre der reingegangen, Redensart hin oder her, das Stadion hätte getobt.

Das Spiel kippte endgültig nach 74 Minuten: Joker Manzambi trifft nach Vorbereitung von Vargas per Volley – eins dieser Tore, bei denen man kurz die Zeit anhält. Der Schock für Bosnien folgte prompt: Muharemovic reißt Embolo am Durchbruch, Notbremse, Rot. Und kaum war die Überzahl da, nutzt Vargas einen Querpass eiskalt zum 2:0.

In der Nachspielzeit keimt zwar nochmals für einen Moment Hoffnung bei Bosnien auf, als Mahmic einen Abpraller verwertet. Aber fast im Gegenzug verschafft Embolo der Schweiz einen Elfmeter – Xhaka bleibt nervenstark und verwandelt zum 4:1. Damit ist für die Schweiz das Weiterkommen wieder zum Greifen nah, während Bosnien nun dringend punkten muss, will man nicht früh heimfahren. Manchmal kippt ein Spiel eben so abrupt, ungeplant, wie eine Glastür im Wind.

Die Partie zwischen der Schweiz und Bosnien-Herzegowina war in weiten Teilen von taktischem Abtasten bestimmt; erst im letzten Drittel des Spiels gelang es den Schweizern, den Widerstand des Gegners endgültig zu brechen. Die Tore fielen – teils spät und unter kuriosen Umständen –, was zum Spektakel der Schlussphase beitrug und dem Spiel ein sehr menschliches, beinahe dramatisches Gesicht gab. Neben der spielerischen Steigerung im Vergleich zum Auftakt gegen Katar muss auch das taktische Geschick von Murat Yakin hervorgehoben werden, der mit den richtigen Wechseln und Impulsen auf das Spiel einwirkte.

Nach ergänzender Internetrecherche zeigt sich, dass die Schweizer Fans nach der Partie zwischen Hoffnung und Zurückhaltung schwanken – es fehlt noch Konstanz im Team, obwohl positive Ansätze deutlich werden. Die europäische Presse hebt die kollektive Geschlossenheit und den Stadiongeist der Eidgenossen hervor; zugleich ist die Erwartungshaltung gestiegen, weil ein Erreichen der nächsten Runde nun wieder realistisch erscheint. Bei Bosnien-Herzegowina, die wenige echte Torchancen hatten, wird indes debattiert, ob Trainer Dusan Bajević taktisch zu vorsichtig agiert hat – der Mangel an Offensivmut wurde häufig thematisiert. Außerdem gibt es in den sozialen Medien Diskussionen über umstrittene Schiedsrichterentscheidungen, darunter die rote Karte für Muharemovic, die als Knackpunkt des Spiels wahrgenommen wird.

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